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Perchlorat gefunden: 

Doch kein Spargelanbau auf dem Mars

05. Aug 2008 14:40
Baggerarm der Marssonde Phoenix
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Mit Gemüsegärten wird es auf dem Nachbarplaneten vorerst nichts werden. Die Nasa-Sonde «Phoenix» hat bei neuesten Grabungen eine lebensfeindliche Substanz ausgegraben. Allerdings könnte deren Ursprung auch menschlich sein.

Der Mars ist trotz jüngster Wasserfunde vielleicht doch lebensfeindlicher als von Forschern bislang vermutet. Die in der Nähe des Nordpols gelandete Sonde «Phoenix» fand jetzt in einer neuen Bodenprobe ein Salz der Perchlorsäure, das nicht gerade zu einer lebensfähigen Umwelt beitragen würde.

Das Ergebnis war vor allem deshalb überraschend, weil frühere Bodenproben ergeben hatten, dass der Boden auf dem Mars dem der Erde ähnlich sein könnte, mit Nährstoffen wie Magnesium, Natrium und Chlorid. Optimisten hatten spekuliert, dass selbst Gemüseanbau auf dem Mars möglich sein könnte. Die neuen Laborergebnisse zeichneten nun ein ganz anderes Bild, sagte der leitende Wissenschaftler Peter Smith von der Universität von Arizona in Tucson.

Perchlorate kommen auch auf der Erde vor und sind hochreaktive Substanzen, die bei Erwärmung Sauerstoff freisetzen. Sie finden deswegen oft als Brandbeschleuniger in der Pyrotechnik Verwendung.

Wie die Substanz auf dem Mars entstanden ist und wie stark sie dort vorkommt, ist noch unbekannt. Die Nasa prüft auch, ob «Phoenix» mit seinen Bremsraketen das Perchloratsalz auf den Mars gebracht haben könnte. Raketen mit festem Brennstoff enthalten meist Ammoniumperchlorat. Die Sonde kann sich auf dem Mars nicht bewegen, Bodenproben können deshalb nur in unmittelbarer Umgebung zur Landestelle gesammelt werden. Da auch ein weiteres Analysegerät der Sonde die Perchloratverbindung bislang nicht nachgewiesen hat, prüft die Nasa die Ergebnisse noch einmal sehr genau. (nz/AP)
 
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