Laborversuch weist nach:
Hochdosiertes Vitamin C bremst Krebs
Die Wissenschaftler hatten krebskranken Mäusen das Vitamin in hoher Konzentration direkt in den Bauchraum gespritzt. Aggressive Tumore der Bauchspeicheldrüse, der Eierstöcke und des Gehirns bremsten daraufhin ihr Wachstum deutlich um 41 bis 53 Prozent. Gesunde Zellen hingegen wurden durch die Behandlung nicht geschädigt.
Die Wirkung beruht darauf, dass das Vitamin in hoher Konzentration selbst zur Bildung von chemischen Radikalen führt, vor allem Wasserstoffperoxid. Und diese Substanz kann Krebszellen zerstören. Allerdings geschieht dies nicht, wenn das Vitamin geschluckt wird, da der Körper im Verdauungstrakt Schutzmechanismen gegen Radikale entwickelt hat.
Über den möglichen Nutzen einer Vitamin C-Behandlung bei Krebs wird bereits seit Jahrzehnten immer wieder diskutiert. Schon vor mehr als 30 Jahren hatten Studien darauf hingewiesen, dass das Vitamin in hohen Dosen verabreicht die Überlebenszeit von Krebspatienten verlängert. Die Anwendung von hochdosiertem Vitamin C bei Krebs in der so genannten
orthomolekularen Medizin geht auf den Nobelpreisträger Linus Pauling zurück. Der Chemie-Nobelpreisträger nahm selbst 18 Gramm des Vitamins täglich zu sich.In klinischen Untersuchungen konnte der Nutzen bisher nicht nachgewiesen werden. Derzeit laufen mehrere Studien darüber, wie sicher die Gabe von hochdosiertem Vitamin C ist. Mediziner warnen davor, ohne Rücksprache mit dem Arzt selbst mit Vitaminen zu experimentieren. Antioxidantien wie Vitamin C, A oder E könnten die Wirksamkeit einer herkömmlichen Krebstherapie beeinträchtigen. (nz/dpa)

