23. Jul 2008 17:42
Jeder neue Fleischskandal ist Wasser auf den Mühlen von denjenigen, die das vegetarische Leben propagieren und nach Alternativen suchen. Die Motivation der Kongressteilnehmer ist aber vor allem ethisch.
Jeder neue Fleischskandal lasse die Menschen nach Alternativen suchen. Laut Umfragen ernähren sich etwa 10 Prozent der Deutschen ohne Fleisch. Wiederum ein Zehntel davon lebt vegan und verzichtet damit auch auf tierische Produkte wie Ei und Milch. Nach Angaben des deutschen Vegetarier-Bundes reisen mehr als 600 Teilnehmer aus 33 Ländern zum 38. Welt-Kongress an die Elbe. Nach dem Willen der Veranstalter soll das Motto «100 Years Of Food Revolution» (100 Jahre Ernährungsrevolution) den wachsenden Zulauf zu einer fleischfreien Ernährung deutlich machen. «Vegetarisch zu leben ist weltweit für Millionen Menschen, vorwiegend aus ethischen Gründen, selbstverständlich geworden», sagte Schönberger. In Deutschland sei der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch an Fleisch in den vergangenen 20 Jahren von 70 auf 60 Kilogramm gesunken.
In Abhängigkeit von Ernährungsgewohnheiten und Angebot ist der Fleischverbrauch in Industriestaaten generell höher als in Entwicklungsländern. Gründe für einen freiwilligen Fleischverzicht sehen Experten nicht nur beim Tierschutz. Auch der Wunsch nach gesunder Ernährung und Allergien machten Kost jenseits von Haxe und Bratwurst appetitlich. «Inzwischen ist das Angebot in den Geschäften viel besser. Vegetarisches Grillen ist heute überhaupt kein Problem mehr», sagte Vebu-Sprecher Hilmar Steppat. (dpa)