Die Studie untersuchte besonders die weltweit größten Bestände des Patagonischen Pinguins am Punta Tumbo in Argentinien. Allerdings ging die Zahl der brütenden Paare seit Ende der sechziger Jahre bis 2006 von 400.000 auf 200.000 zurück. Bei den Afrikanischen Pinguinen waren es einst 1,5 Millionen. Derzeit brüten nur noch 63.000 Paare dieser Art. Ein Grund für den Rückgang der Pinguine am Punta Tumbo sind Ölteppiche. Die Atlantikküsten von Argentinien, Brasilien und Uruguay werden regelmäßig von Ölteppichen verschmutzt, was den Tieren ihre Nahrungsquelle nimmt. Adéliepinguine müssen vor allem mit der Erderwärmung im Westen der Antarktis kämpfen. Dies bereite massive Probleme bei der Nahrungssuche, sagte der Biologe und Tierschützer Phil Trathan. Galápagospinguinen macht das El-Niño-Phänomen zu schaffen: Da das Wasser auf den Galápagosinseln zu warm geworden sei, müssten die Frackträger auf der Suche nach Nahrung weiter reisen als bisher, sagte Boersma. Oftmals verlassen sie dafür ihre Jungen. Nur einige Pinguinarten wie die Königspinguine vermehren sich weiterhin. (AP)