Bei Betrieben mit einer Jahresproduktion von mehr als 1.000 Tonnen Tafeläpfeln beträgt demnach der Energieaufwand nur 0,1 Kilowattstunden pro Kilogramm, wobei 40 Gramm Kohlendioxid pro Kilo freigesetzt werden. Betriebe, die weniger als 200 Tonnen Äpfel erzeugen, verbrauchen dagegen bis zu 0,5 Kilowattstunden pro Kilo und erzeugen dabei bis zu 200 Gramm CO2 pro Kilo. Regionale Klein- und Kleinstbetriebe könnten energetisch bei weitem nicht mit größeren Betrieben konkurrieren, erklärte Schlich. Nur bei einer ausreichenden Betriebsgröße könne im Apfelanbau zu Recht von regionalen Lebensmitteln mit hoher ökologischer Qualität gesprochen werden. «Insoweit gibt es keinen Grund, Äpfel globaler Herkunft wegen des angeblich so verschwenderischen Umgangs mit Energie oder wegen der vermuteten Klimaschädlichkeit anzuprangern», sagte Schlich.
Die Forschungsergebnisse stellten somit die landläufige Meinung infrage, dass regionale Lebensmittel wegen der kurzen Wege grundsätzlich weniger Energie erforderten als Lebensmittel globaler Herkunft, hieß es in der Mitteilung. Die Wissenschaftler empfehlen kleineren Betrieben in der Region, Kooperativen und Genossenschaften zu bilden, um eine ausreichende Betriebsgröße zu erreichen. (AP)