17. Jun 2008 12:35
Eine von Mobilfunkbetreibern und der Bundesregierung finanzierte Studie hat keinen Beweis für Erkrankungen durch Funktelefone gefunden. Die Studienautoren raten dennoch zu einem «vorsichtigen Umgang».
Im Einzelfall wurden Veränderungen der Genaktivität beobachtet. Das stelle die Gesamtbeurteilung aber nicht infrage, hieß es. Nach Angaben der Autoren sind weitere Studien über die Langzeitwirkungen der Geräte notwendig, insbesondere bei Kindern, die mit dem Handy groß geworden seien oder groß würden. Diese Unsicherheiten legten einen «vorsichtigen Umgang mit drahtlosen Kommunikationstechniken» nahe. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) sieht angesichts der Forschungsergebnisse die geltenden Grenzwerte für Mobilfunkgeräte bestätigt. Der Minister wies aber auch darauf hin, dass es in einigen Feldern noch Klärungsbedarf gibt. Gabriel rief die Handy-Hersteller dazu auf, von dem Umweltzeichen «Blauer Engel» Gebrauch zu machen. Entsprechende Geräte müssen bestimmte Standards erfüllen. So darf der so genannte SAR-Wert nicht 0,6 Watt pro Kilogramm Körpergewicht überschreiten. Die Geräte müssen zudem recyclinggerecht gefertigt sein und sowohl Konstruktion als auch Akkus dürfen kein Blei, Cadmium, Quecksilber oder kritische Flammschutzmittel enthalten.