Vor der Landung: 

netzeitung.de«Discovery» verliert ein Metallteil

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So sah die ISS-Crew die "Discovery" kurz nach dem Abkoppeln (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe So sah die ISS-Crew die "Discovery" kurz nach dem Abkoppeln
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die Astronauten des Spaceshuttles waren beunruhigt. Erst beobachteten sie, wie ein Stück des Raumschiffs im All verschwand, dann entdeckten sie eine Beule im Seitenruder. Die Bodenkontrolle konnte die Crew beruhigen.

Schrecksekunde für die Crew der US-Raumfähre «Discovery»: Kurz vor der Rückkehr zur Erde hat sich vom Seitenruder ein Metallstück gelöst, das die Besatzung dann im All davonschweben sah. Nach einer genauen Untersuchung habe «Discovery»-Kommandant Mark Kelley jedoch entschieden, dass der Verlust des Teils keine Gefahr für den kritischen Wiedereintritt in die Erdatmosphäre an diesem Samstag darstelle, teilte die US-Weltraumbehörde Nasa am Freitag mit.

Die Astronauten teilten der Bodenkontrolle mit, dass sich am Heck des Shuttles ein etwa 30 mal 45 Zentimeter großes und rechteckiges Bauteil selbstständig gemacht habe. Die Nasa erklärte am Freitag jedoch, dass die für den Samstag geplante Landung dadurch nicht gefährdet sei. Die siebenköpfige Besatzung entdeckte außerdem eine Beule an einem Seitenruder.

«Raumfähren sind schon ohne zurückgekommen»
Bei der Metallklammer handelt es sich um ein Teil der Wärmeisolation an einer Bremse im Heck der Raumfähre, die bei der Landung eingesetzt wird. Besonders wichtig sei die Isolationsklammer aber beim Start der Raumfähre, um die Bremsen vor den hohen Temperaturen zu schützen. «Raumfähren sind schon ohne zurückgekommen. Es ist für den Wiedereintritt nicht entscheidend», teilte die Nasa mit. Die von den Astronauten gesehene Beule sei nur eine optische Täuschung, hieß es.

Hauptaufgabe der zweiwöchigen Mission war, ein riesiges Modul für das japanische Raumlabor «Kibo» zur Internationalen Raumstation ISS zu bringen und zu installieren. Zudem hatte «Discovery» Ersatzteile für eine seit mehreren Tagen Bordtoilette der Station an Bord. (dpa/AP)