04.06.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Kibo wird aus der Ladebucht gehoben
Foto: Nasa TV
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Nach der erfolgreichen Installation des Moduls «Columbus» ist nun auch das japanische Labor «Kibo» an der Raumstation ISS montiert. Und auch für das defekte «stille Örtchen» wurde gesorgt.
Die Crew der US-Raumfähre Discovery hat das japanische Labormodul Kibo erfolgreich an der Raumstation ISS installiert. Die Nasa-Astronauten Mike Fossum und Ron Garan bereiteten während eines sechsstündigen Außeneinsatzes die Montage vor und überprüften das Gelenk eines Sonnensegels, wie die US-Weltraumbehörde mitteilte.
Die beiden Astronauten bargen zudem ein Instrument zur Inspektion des Hitzeschildes der Raumfähre. Der Einsatz hatte mit einer rund 30-minütigen Verspätung begonnen, weil eine Kommunikationsvorrichtung in Fossums Raumanzug ausgetauscht werden musste.
Die Discovery mit sieben Astronauten war am Montag nach zweitägigem Flug bei der ISS eingetroffen. Hauptaufgabe der insgesamt zweiwöchigen Mission ist es, das Modul des japanischen Kibo-Labors an der Raumstation zu montieren. Außerdem brachte der Shuttle Ersatzteile zur Reparatur der defekten Weltraumtoilette mit.
Es ist der dritte Shuttle-Flug in diesem Jahr. Bereits im März hatte eine Raumfähre erste Bauteile des japanischen Labors ins All gebracht. Das Modul, das jetzt montiert wurde, sei mit einer Länge von mehr als zwölf Metern und einem Durchmesser von knapp fünf Metern «etwa so groß wie ein Schulbus», teilte die Nasa mit.
Kibo ist damit größer als das europäische Labormodul Columbus, das ebenfalls am Verbindungsmodul Harmony angedockt ist. Zur Installation sind zwei Außeneinsätze geplant. Bei einem dritten soll ein Stickstofftank montiert werden. Der Name des eine Milliarde Dollar teuren japanischen High-Tech-Labors bedeutet auf Deutsch Hoffnung. (nz/dpa/AP)