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Aktion vom Bund für Umwelt- und Naturschutz: 

Zähl mal die Schmetterlinge!

17. Mai 2008 14:37
Verwandelte Raupe
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Die meisten heimischen Falterarten sind vom Aussterben bedroht. Deshalb will man jetzt feststellen, wieviele überhaupt noch durch die deutschen Gärten flattern. Bei der internationalen Zählung kann jeder mitmachen.

Der orange-braune Admiral und der gelbliche Schwalbenschwanz sind zwei der Schmetterlingsarten, die früher oft durch deutsche Gärten flatterten. «Heute stehen 80 Prozent der heimischen Tagfalter auf der Roten Liste und sind teilweise vom Aussterben bedroht», sagte Mark Hörstermann vom Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND. Die Organisation ruft dazu auf, am nächsten Wochenende (24. und 25. Mai) im Garten, Park oder Wald Schmetterlinge zu zählen.

«Schmetterlinge reagieren sehr empfindlich auf Umweltveränderungen, daher gelten sie als Indikatoren für den Zustand der biologischen Vielfalt», sagte Hörstermann. Die Aktion solle auf die zunehmend bedrohten Falter aufmerksam machen und einen Überblick liefern, wo sie noch vorkommen. An den Zählungen könne jeder Interessierte teilnehmen.

Gifte in der Landwirtschaft lassen Falter sterben

Insgesamt gibt es deutschlandweit noch rund 190 Tagfalterarten. Hinzu kommen Nachtfalter, die meist dunkel gefärbt sind und oft erst nach Einbruch der Dunkelheit aktiv werden. Seit den 70er und 80er Jahren sei ein Rückgang der Schmetterlingszahlen deutlich.

«In der Landwirtschaft werden verstärkt Gifte eingesetzt, außerdem gehen die Lebensräume zurück», sagte Hörstermann. Die Daten über Schmetterlinge seien nicht ausreichend. «Daher ist es umso wichtiger, dass viele Leute bei der Zählung mitmachen.» Im vergangenen Jahr beteiligten sich nach Angaben des Naturschützers 1500 Menschen an der Aktion.

Auch Umweltverbände in Italien und Österreich rufen zum Zählen von Schmetterlingen auf. Dies sei noch bis zum 31. Oktober möglich. Einsendeschluss für die Zählbögen ist der 7. November. Unter den Teilnehmern werden Preise verlost. (dpa)


 
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