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Irische Studie enthüllt: 

Papageien breiteten sich von Nordeuropa aus

15. Mai 2008 15:48
Auch die Allfarbloris gehören zur Familie der Papageien
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Anscheinend haben Forscher das älteste Papageien-Fossil entdeckt: «Mopsitta Tanta» – und gleichzeitig den Beweis, dass diese schlauen Vögel nicht aus südlichen Gefilden stammen.

Papageien haben einer irischen Studie zufolge vor 55 Millionen Jahren in Nordeuropa gelebt – und nicht wie bisher angenommen nur in südlicheren Gefilden. Die Forscher gehen zudem davon aus, dass sie das älteste Papageien-Fossil entdeckt haben, wie aus der am Donnerstag veröffentlichten Studie in der Fachzeitschrift «Palaeontology» hervorgeht.

Die neue Art trägt zwar den offiziellen Namen «Mopsitta Tanta», die Forscher gaben dem Papagei jedoch den Spitznamen «Danish Blue» - in Anlehnung an den Sketch «Der Papagei ist tot» der Komikertruppe Monty Python. Der 55 Millionen Jahre alte Papageienknochen stammt aus einem Steinbruch in Dänemark. «Mopsitta ist das älteste und nördlichste Überbleibsel eines Papageis, das jemals gefunden wurde», sagte Studienleiter David Waterhouse, der von der Universität Dublin unterstützt wurde.

Ähnlichkeiten mit einem Gelbwangenkakadu

Bisher sei kein Papageien-Fossil in der südlichen Hemisphäre gefunden, dass älter als 15 Millionen Jahre ist. «Dieser neue Beweis deutet darauf hin, dass sich Papageien in der nördlichen Hemisphäre entwickelten, bevor sie sich im Süden und später in den Tropen verbreiteten.»

Bei dem kleinen Knochen, der bisher in einem dänischen Museum aufbewahrt wurde, handelt es sich um einen Teil des Flügels. Der Papagei war nach Angaben von Waterhouse etwa so groß wie eine Krähe und habe Ähnlichkeiten mit einem Gelbwangenkakadu.

tropische Lagune in Europa

Waterhouse geht davon aus, dass in der Zeit, in der «Mopsitta» lebte, in Nordeuropa ein wärmeres Klima herrschte und sich eine große tropische Lagune über Teile Deutschlands, Südenglands und Dänemarks erstreckte. «Das war zehn Millionen Jahre nachdem die Dinosaurier ausgelöscht wurden, und auf der Erde passierten viele seltsame Dinge in der Tierwelt.»

Die Studie wurde auch vom irischen Forschungsinstitut IRCSET unterstützt. Beteiligt waren zudem Gareth Dyke von der Universität Dublin, Bent Lindow von der Universität Kopenhagen und Nikita Zelenkov von der russischen Wissenschaftsakademie. (dpa)

 
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