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Wochenendwissen: 

Die Pizza im Kopf

10. Mai 2008 09:32
Schon immer allein?
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Hatte der Mond noch Geschwister? Wie behaupten sich Frauen in der Akademikerwelt und rettet Gentechnik aus der Nahrungsmittelkrise? Fragen und Antworten verlinkt das Wochenendwissen.

Bevor ein wissenschaftliches Forschungsergebnis publiziert wird, und es somit einer bestimmten Öffentlichkeit zugänglich ist, wird der entsprechende Fachartikel von anderen Wissenschaftlern qualitativ begutachtet. Meist sind das ein oder mehrere Experten des zugehörigen Fachgebietes. Peer-Review ist der entsprechende Ausdruck dafür. Ein wichtiges Kriterium ist dabei die Unabhängigkeit von Autor und Gutachter. Der Gutachter selbst bleibt in diesem Prozess anonym, doch aus Gründen der Fairness gehen viele Zeitschriften dazu über, dass auch der Autor einer Studie anonym bleibt, die Begutachtung also doppelblind stattfindet.

Das Fachmagazin Behavioral Ecology (BE) ist im Jahr 2001 zu diesem Begutachtungsprozess übergegangen und hat untersucht, wie sie daraufhin die Veröffentlichungsrate weiblicher Erstautoren verändert hat. Mierk Schwabe hat sich in der Zündspannung die Untersuchungsergebnisse angesehen und fragt , ob Publikationen von Frauen in der Begutachtung tatsächlich schlechter behandelt werden. «Es wäre aber tatsächlich mal interessant zu sehen, wie sich der Anteil der Erstautorinnen zum gesamten Frauenanteil im Akademischen Bereich verhält», kommentiert Lars Fischer den Beitrag. Bereits vor einigen Wochen hatte sich Zum universitären Geschlechterverhältnis und dessen Regulierung hatte sich bereits Tobias Maier in WeiterGen Gedanken gemacht und findet es seltsam oberflächlich, dass Bundesforschungsministerin Anette Schavan 200 Professorenstellen nur für Frauen schaffen will.

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Nachdem der einzige natürliche Erdtrabant über Jahrzehnte ein mehr oder weniger abwechslungsreiches Schattendasein geführt hat, kann es den Weltraumnationen und auch Deutschland gar nicht schnell genug gehen, den Mond im Dienste der Wissenschaft zu missionieren und nebenbei vielleicht noch ein paar Bodenschätze mitzunehmen. Die Bundesregierung prüft momentan die Mondmission. Wie der Mond entstanden ist und seit wann er die Erde umkreist, wird seit Jahrhunderten diskutiert. In dieser Woche meldete der New Scientist, dass die Erde früher sogar mehr als einen Mond gehabt haben könnte. Diese und andere Theorien fasst Florian Freistetter in Astrodicticum Simplex zusammen und findet, dass «chaotische Bahnen und Kollisionen von Planeten nicht immer nur schlechte Eigenschaften haben».

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Im letzten Wochenendwissen wurde mit dem Tankuhrengleichnis über die Aussagekraft von Hirnscans bei der Untersuchung psychischer Phänomene spekuliert. In dieser Woche schiebt nun Stefan Schleim in Menschen-Bilder, den Pizza-Vergleich nach und erläutert wie das Gehirn «arbeitet» und was mit der funktionellen Magnetresonanztomographie eigentlich gemessen wird. Für Monika Armand bringt das «manches Licht in die 'forschungsmethodische' Dunkelkammer». Sie fragt sich, «ob nicht manche Interpretationen neurowissenschaftlicher Studien umgeschrieben werden müssten».

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Auch in dieser Woche kommt die blogimmanente Medienschelte nicht zu kurz: Marc fragt in der Wissenswerkstatt, wie sich Journalisten bei umstrittenen Fragen wie der «grünen» Gentechnik positionieren. Offenbar nicht so, wie es die Macher des TV-Magazins Polylux in dieser Woche getan haben, denn «dümmlicher ist das Thema selten aufbereitet worden», schreibt Stefan Jacobasch in Mahlzeit. WeiterGen erkennt zumindest «Interessante Thesen», empfiehlt zum Thema dann aber doch lieber Lars Fischers Überblick über die «Bedrohung Gen-Food».

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Und sonst:
Katja Schwab denkt in Psychologie des Alltags vor aller Augen über die Twitter-Intimität nach. Eine kleine Nachlese zum Girls Day gibt's zudem in der Zündspannung und auch Hinterm Mond gleich links .


 
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