01. Mai 2008 10:10
Vor zehn Jahren beschlossen die Staats- und Regierungschefs der EU die Einführung des Euro. Der Weg zur gemeinsamen Währung begann allerdings schon viel früher.
Die wichtigsten Etappen auf dem bisherigen Weg zum Euro als EU-Gemeinschaftswährung:7. Februar 1992:
Unterzeichnung des EU-Vertrages von Maastricht, der die Währungsunion bis 1999 vorsieht und Beitrittskriterien festlegt
1. November 1993:
Ratifizierung des Maastricht-Vertrages. Aus den Europäischen Gemeinschaften (EG) wird die Europäische Union (EU)
Dezember 1995:
Als Einheiten der neuen Währung werden Euro und Cent festgesetzt
16./17. Juni 1997:
Verabschiedung des Stabilitäts- und Wachstumspakts in Amsterdam. Einigung auf die «europäische Seite» für die Münzen
25. März 1998:
Die EU-Kommission und das Europäische Währungsinstitut, Vorläufer der Europäischen Zentralbank (EZB), empfehlen elf Länder für den Start der Währungsunion. Außen vor bleiben aus freien Stücken Großbritannien, Dänemark, Schweden sowie Griechenland, das die Kriterien noch nicht erfüllt
1. bis 3. Mai 1998:
Ein Sondergipfel der EU gibt in Brüssel grünes Licht für den Euro. Elf Staaten nehmen teil. Die Staats- und Regierungschefs bestimmen den 1. Januar 1999 als Start der Währungsunion31. Dezember 1998:
Die Wirtschafts- und Finanzminister der EU legen den Umrechnungskurs des Euro zu den elf Teilnehmerwährungen endgültig fest
1. Januar 1999:
Der Euro wird gemeinsame Währung der elf Länder. In Euro bezahlt werden kann per Scheck, Kredit- oder EC-Karte. Das nationale Geld bleibt noch das allein gültige Bargeld
4. Januar 1999:
An den Finanzmärkten wird der Handel mit dem Euro aufgenommen
1. Januar 2001:
Griechenland wird nach Erfüllung der Beitrittskriterien zwölftes Euroland-Mitglied - allerdings mit frisierten Haushaltszahlen, wie sich später herausstellt
1. Januar 2002:
Der Euro wird gesetzliches Zahlungsmittel, das Bargeld wird an die Bürger ausgegeben
1. Mai 2004:
Zehn Länder in Mittel- und Osteuropa sowie im Mittelmeerraum werden neue EU-Mitglieder. Sie müssen die Gemeinschaftswährung übernehmen, sobald sie die Konvergenzkriterien erfüllen
1. Januar 2007:
Als erster der neuen EU-Staaten wird Slowenien 13. Mitgliedsland der Euro-Zone. Ein Beitrittsgesuch Litauens wird hingegen von der EU-Kommission wegen überhöhter Inflation abgelehnt
1. Januar 2008:
Malta und die Republik Zypern führen den Euro ein. Mit den rund 400.000 Maltesern und knapp 750.000 Bewohnern der Republik Zypern leben nun etwa 318 Millionen Menschen im Euro-Raum
5. April 2008:
Die Slowakei bewirbt sich um den Beitritt zur Euro-Zone 2009 als 16. Mitgliedsland