Bundeswirtschaftsminister Michael Glos meinte, dass trotz der gestiegenen Belastungen aus dem Ausland «gute Chancen für eine Fortsetzung des Aufschwungs» betünden. Der CSU-Politiker fügte hinzu: «Das klare Plädoyer für eine Fortsetzung unseres Reformkurses – auf dem Arbeitsmarkt, bei der Haushaltskonsolidierung und der Steuerpolitik – begrüße ich ausdrücklich.» Glos will seine eigene Konjunkturprognose am 24. April vorstellen.CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla sagte, seine Partei werde nicht lockerlassen und dafür sorgen, dass der Reformkurs fortgeführt werde. Auch CSU-Landesgruppenchef Peter Ramsauer sieht in den Empfehlungen der Wirtschaftsforscher «eine donnernde Aufforderung an die Politik, am Reformkurs unbedingt festzuhalten».
Der FDP-Wirtschaftsexperte Rainer Brüderle sieht in dem Gutachten «vor allem eine deutliche Mahnung an Schuldenminister Steinbrück, seinen ausufernden Haushalt endlich in den Griff zu bekommen.»
Der wirtschaftspolitische Sprecher der Linksfraktion, Herbert Schui, kritisierte, die Institute seien «blind für das Hauptproblem: Sinkende Reallöhne und restriktive Finanzpolitik gefährden das Wachstum». Der Fraktionschef der Grünen, Fritz Kuhn, sagte: «Die große Tu-nix-Koalition verspielt Aufschwung und Wachstumschancen.» (AP)