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Teuerungsrate: 

Energiepreise treiben Inflation in die Höhe

16. Apr 2008 10:42, ergänzt 11:56
Zapfpistole: Energiekosten sind Hauptinflationstreiber
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Im März ist die Teuerungsrate in Deutschland zum dritten Mal in Folge in diesem Jahr gestiegen. Auch in Europa klettern die Preise auf Rekordhöhe. Neben den Energieträgern gibt es einen zweiten Inflationstreiber.

Steigende Energie- und Lebensmittelpreise haben die Inflation in Deutschland kräftig getrieben. Die Jahresteuerungsrate kletterte auf 3,1 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte.

Damit stieg die Teuerungsrate erstmals in diesem Jahr wieder über die Drei-Prozent-Marke, nachdem sie im Januar und Februar jeweils bei 2,8 Prozent gelegen hatte. Im Dezember hatte sie ebenfalls bei 3,1 Prozent gelegen. Die Teuerung liegt damit auch deutlich über dem Ziel der Europäischen Zentralbank von knapp unter zwei Prozent. Im Vergleich zum Vormonat ergab sich im März ein Plus von 0,5 Prozent.

Kraftstoffe verteuern sich um zwölf Prozent

Hauptinflationstreiber im März 2008 sind weiter die Energieträger. Der Preisauftrieb für Kraftstoffe gegenüber dem Vorjahr betrug laut der Behörde 12,3 Prozent. Auch die Preise für Haushaltsenergie stiegen binnen Jahresfrist deutlich an, wobei sich leichtes Heizöl gegenüber dem Vorjahr mit plus 40,0 Prozent am stärksten verteuerte. Lediglich das Preisniveau für Gas war um 1,1 Prozent niedriger als im März 2007.

Ohne Einrechnung der Preisentwicklung für Energieprodukte, die etwa ein Zehntel der Gesamtausgaben der Privaten Haushalte ausmachen, hätte die Teuerungsrate deutlich niedriger bei 2,3 Prozent gelegen, wie das Bundesamt mitteilte.

Die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke erhöhten sich im März 2008 gegenüber März 2007 im Schnitt um 8,2 Prozent. Besonders deutliche Preiserhöhungen wurden für Molkereiprodukte und Eier notiert.

Auch in der Eurozone klettert die Inflationsrate unaufhörlich: Im März erreichte sie laut neuen Zahlen der europäischen Statistikbehörde Eurostat vom Mittwoch 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. In einer ersten Schätzung war Eurostat von 3,5 Prozent ausgegangen. Es handelt sich um den höchsten Wert seit Einführung des Euros als Verrechnungseinheit im Jahr 1999. Der bisherige Rekordstand von 3,3 Prozent war im Januar erreicht worden. (nz/dpa/AP)


 
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