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Bundesbank-Chef warnt vor Verlusten: 

«Den Banken steht das Schlimmste noch bevor»

05. Apr 2008 12:21
Bundesbankpräsident Weber ist besorgt
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In Slowenien machen sich die EU-Finanzminister Gedanken, wie man zukünftige Krisen bei Banken und Investmentfirmen vermeiden kann. In den Tagungspausen plagen Experten wie Bundesbankpräsident Weber noch ganz andere Sorgen.

Die Turbulenzen auf den weltweiten Finanzmärkten sind nach Ansicht von Bundesregierung und Bundesbank noch lange nicht ausgestanden. Den Banken stehe das Schlimmste sogar noch bevor, weil sie «Verluste nicht wie im letzten Jahr gegen ein sehr gutes erstes Halbjahr buchen können», sagte Bundesbankpräsident Axel Weber am Samstag am Rande eines EU-Finanzministertreffens in Slowenien.

Auch Bundesfinanzminister Peer Steinbrück zeigte sich pessimistisch: «Es ist nicht absehbar, wann da das Tal durchschritten ist.» Für das laufende Jahr will der Finanzminister dennoch an seiner Wachstumsprognose von 1,7 Prozent festhalten. Er äußerte allerdings die Befürchtung, «dass die rezessiven Entwicklungen in den USA mit einem Time Lag (Verzögerung) 2009» auch das Wachstum in Europa dämpfen könnten.

Weber schließt Korrektur der Wachstumsprognose nicht aus

Bundesbankchef Weber schloss dagegen eine leichte Korrektur seiner Wachstumsprognose von 1,6 Prozent für 2008 nicht aus. Er sehe aber «weder einen Grund, die Projektionen deutlich nach unten zu senken, noch einen Grund, wirtschaftspolitisch gegenzusteuern», betonte der Bundesbankpräsident. Er erwarte in Deutschland «ein kräftiges Wachstum im ersten Quartal», auch die Kreditvergabe sei von der Immobilienkrise in den USA bislang nicht in Mitleidenschaft gezogen worden: «In Deutschland sehen wir weiterhin eine Steigerung der Kreditvergabe an den Nicht-Bankensektor», sagte Weber.

EU-Staaten wollen bei Finanzaufsicht enger kooperieren

Als Konsequenz aus der aktuellen Krise hatten die 27 EU-Finanzminister am Freitag eine engere Zusammenarbeit bei der Finanzaufsicht beschlossen. Sie vereinbarten die Einrichtung sogenannter Stabilitätsgruppen, die als eine Art Frühwarnsystem für riskante Entwicklungen bei europaweit aktiven Großbanken, aber auch bei Versicherungen und Investmentfirmen dienen sollen. Betroffen wären etwa die Deutsche Bank oder die italienische UniCredit-Gruppe. (AP)


 
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