Netzeitung Logo
 
DruckenVersenden
 

Prognose des DIW: 

Deutsche Wirtschaft kennt keine Krise

02. Apr 2008 15:59
Das Konsumklima bleibt prima
Bild vergrößern
Zwar zeigten die langsamer wachsende Weltwirtschaft und der starke Euro Wirkung: Der Aufschwung setze sich aber fort, sagt das Institut für Wirtschaftsforschung. Auch der Bankenverband ist zuversichtlich.

Trotz der weltweiten Finanzturbulenzen entwickelt sich die deutsche Wirtschaft aus Expertensicht weiterhin robust. «Wir stimmen nicht mit dem um sich greifenden Konjunkturpessimismus überein und haben für Deutschland immer noch eine Fortsetzung des Aufschwungs auf der Rechnung», sagte der neue Konjunkturchef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Christian Dreger, am Mittwoch.

Für dieses Jahr erwarten die Forscher ein Wachstum von 2,0 Prozent und senkten damit eine im Januar berechnete Prognose von 2,1 Prozent nur leicht ab. Auch die privaten Banken sehen trotz einer Abschwächung der Weltwirtschaft «keinen Anlass zur Schwarzmalerei» in Deutschland. Sie erwarten für 2008 unverändert 1,6 Prozent Wachstum.

«Die gute Industriekonjunktur wird durch die langsamer wachsende Weltwirtschaft und die Euro-Aufwertung zwar gebremst, aber nicht aus der Bahn geworfen», teilte der Bundesverband deutscher Banken am Mittwoch anlässlich seines April-Konjunkturberichts mit. Deutsche Firmen seien deutlich wettbewerbsfähiger geworden, die Auftragslage sei weiterhin günstig.

Solides Fundament

Auch das DIW verwies darauf, dass die deutsche Wirtschaft trotz der Turbulenzen im Finanzsektor auf einem soliden Fundament stehe. Ein abrupter Einbruch der Exportkonjunktur in Deutschland sei nicht zu erkennen, auch wenn sich die Wachstumsaussichten in den USA deutlich reduzierten.

Der Aufschwung in Deutschland werde vor allem von einer Erholung des privaten Konsums getragen, der zusehends in Schwung komme. Die Entwicklung werde aber noch von Preissteigerungen bei Energie und Lebensmitteln gebremst. Als Inflationsrate erwarten die Berliner Forscher in diesem Jahr 2,6 Prozent, im nächsten Jahr 1,8 Prozent.

Verzicht auf Konjunkturprogramme gefordert

Die Bundesregierung solle daher auf Konjunkturprogramme verzichten und weiter die Staatsfinanzen sanieren, sagte DIW-Experte Dreger. Für 2009 erwartet das Institut nun 1,6 Prozent Wachstum nach bisher prognostizierten 1,7 Prozent. (dpa)


 
Drucken
VersendenSocial Bookmark Mister Wong Yigg Google del.icio.us Oneview Webnews
 
Zu weiteren Bildergalerien
Zu weiteren Bildergalerien
 
Marktanteil unter einem Prozent: 
VW will Rückstand in Indien aufholen
Live Top 5
netzeitung.de auf Ihrer iGoogle-Seite
Sie müssen JavaScript aktiviert und Flash 8 installiert haben, um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.
Immobiliensuche
Immobilien
immonet
Aus anderen Ressorts

Geschäftsführer: Dr. Robert Daubner | Chefredakteurin: Domenika Ahlrichs | Impressum | Datenschutz
NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
Alle Rechte © 2008 NZ Netzeitung GmbH
 
Vermarktung: DZH Online Media Sales Group GmbH
 
IT & Security by Procado
 
[ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.