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Wachstumsziel 2008 nicht erreichbar: 

Bundesbank schraubt an Konjunkturprognose

28. Mrz 2008 14:57
Axel Weber: Keine Trendwende
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Die Bundesbank glaubt nicht mehr daran, dass sich ihre Dezemberprognose von 1,6 Prozent Wachstum erfüllen wird. Für Pessimismus gebe es aber keinen Grund, meint Bankchef Weber.

Die Bundesbank rückt wegen der Finanzmarktkrise von ihrer Wachstumsprognose für 2008 ab. An der Vorhersage von vergangenem Dezember, in der noch von einem kalenderbereinigten Wachstum von 1,6 Prozent die Rede war, müssten aus heutiger Sicht «gewisse Abstriche» gemacht werden, sagte Bundesbank-Chef Axel Weber am Freitag laut Redemanuskript. Für Konjunktur-Pessimismus sehe er indes keinen Grund. Konkrete revidierte Zahlen für das erwartete Wachstum nannte Weber gleichwohl nicht.

Weber sagte, Grund für die neue Bewertung der Konjunktur seien die zu erwartenden Auswirkungen der Finanzmarktkrise auf die Realwirtschaft. Zudem gebe es weitere Risiken wie die konjunkturelle Abkühlung in den USA, den hohen Ölpreis und den starken Euro. Weber zeigte sich aber auch zufrieden darüber, dass das deutsche Banken- und Finanzsystem die Krise bislang gut gemeistert habe.

Kein Anlass für Konjunktur-Pessimismus

Konjunktur-Pessimismus will die Bundesbank jedoch nicht anheizen. Die deutsche Wirtschaft befinde sich in einer robusten Verfassung und werde «solide wachsen», so Weber, wenn auch mit weniger Schwung als in den beiden Jahren zuvor. Zuversichtlich stimme das anhaltende Wachstum der Weltwirtschaft sowie die robuste Industriekonjunktur in Deutschland. Produktion und Auftragslage lägen deutlich über dem Vorjahresniveau und die Stimmung der Unternehmen in Deutschland sei weiterhin positiv.

Leitzinssenkung nicht zu erwarten

Trotz der erwarteten Konjunkturabkühlung zeigte Weber - der als Mitglied im Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) über die Zinspolitik im Euro-Raum mitentscheidet - keine Bereitschaft zu einer Zinssenkung. Denn die könnte nach Meinung von Experten eine Inflation anheizen, weil sie Kredite verbilligt.

Seit Juni 2007 hält die EZB den Leitzins konstant bei 4,0 Prozent, während die amerikanische Notenbank als Reaktion auf die Finanzmarktkrise den Zins im Laufe weniger Wochen auf 2,25 Prozent heruntergeschraubt hat. (dpa/AP)

 
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