Krise an den Finanzmärkten:
Notenbanken gewähren großzügige Kredite
21. Mrz 2008 13:44
 |  Pumpt billiges Geld in den Markt: EZB in Frankfurt | Foto: AP |
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Um die Finanzmärkte weiter zu stabilisieren, zeigen sich die großen Notenbanken spendabel. Über die Osterfeiertage versorgten EZB, Fed und Bank of England die Geldinstitute mit Milliardensummen.
Die großen Notenbanken haben zur Linderung der Finanzmarktkrise abermals Milliardensummen bereit gestellt. Die Europäische Zentralbank (EZB) bot den Finanzmärkten weitere 15 Milliarden Euro für die Ostertage an. Die Nachfrage der Banken nach dem Geld habe diese Summe bei weitem übertroffen, teilte die EZB am Donnerstag mit. Bereits am Dienstag hatte sie zusätzliche 25 Milliarden Euro in die verunsicherten Finanzmärkte gepumpt.
Die US-Notenbank Fed will den größten Investment-Firmen des Landes staatliche Wertpapiere im Umfang von 75 Milliarden Dollar (48,6 Milliarden Euro) zur Verfügung stellen. Die Unternehmen könnten sich bei einer ersten Versteigerung am kommenden Donnerstag um einen Anteil an diesen Verbindlichkeiten bewerben, teilte die Fed am Donnerstag mit. Ein solches Angebot hatte die amerikanische Notenbank bereits in der vergangenen Woche in Aussicht gestellt. Demnach können Investment-Firmen über sogenannte supersichere Wertpapiere bis zu 200 Milliarden Dollar erwerben, indem sie ihre riskanteren Geldanlagen im Gegenzug zur Verfügung stellen.
Britische Bankchefs treffen Zentralbank
Derweil trafen am Donnerstag die Chefs der wichtigsten britischen Banken mit dem Gouverneur der Bank of England (BoE) zusammen. Die Zentralbank betonte, das Gespräch mit Gouverneur Mervyn King stehe nicht in direkter Verbindung zu einem bestimmten Ereignis der vergangen Tage und sei bereits vor einer Woche anberaumt worden. Nach dem Treffen teilte die BoE mit, dass sie am Donnerstag den Banken für eine Woche 10,9 Milliarden Pfund (13,9 Milliarden Euro) zum Basissatz von 5,25 Prozent zur Verfügung gestellt habe. (AP)