Die Weltwirtschaft schaut bange in die USA: Droht der größten Volkswirtschaft der Erde eine Rezession? Die
liefert Daten und Hintergründe zur Krise und präsentiert die Argumente der Optimisten wie Skeptiker.
US-Notenbankchef Ben Bernanke hatte Anfang April eingeräumt, dass die US-Wirtschaft in diesem Jahr in eine Rezession rutschen könnte. Eine solche liegt der gängigen Definition zufolge vor, wenn die Wirtschaft zwei Quartale nacheinander nicht wächst – bewertet anhand der Veränderung des jeweiligen Bruttoinlandsprodukts (BIP) gegenüber dem Vorjahresquartal. Im Schlussquartal 2007 legte die US-Wirtschaft nur noch um 0,6 Prozent zu. Ein ebenso starkes Wachstum verzeichnete das US-BIP im ersten Quartal 2008. Allerdings sind diese Wachstumsraten deutlich geringer als zuvor. Zudem signalisiert der amerikanische Arbeitsmarkt eine Eintrübung. Im März verlor die größte Volkswirtschaft der Welt wegen der Konjunkturflaute 80.000 Jobs. Die Arbeitslosenquote stieg auf 5,1 Prozent von 4,8 Prozent im Vormonat. In den ersten drei Monaten 2008 büßten die USA insgesamt 232.000 Arbeitsplätze ein.