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Bono und Gore mahnen in Davos

24. Jan 2008 17:32
Bono und Al Gore gemeinsam auf der Bühne von Davos
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Friedensnobelpreisträger Gore hat in Davos gewarnt, dass wegen der globalen Erwärmung die menschliche Zivilisation in Gefahr sei. Rocksänger Bono erinnerte die Staatschefs an ihre Versprechen zur Armutsbekämpfung.

Friedensnobelpreisträger Al Gore und der Rockmusiker Bono haben den Teilnehmern des Weltwirtschaftsforums in Davos am Donnerstag ins Gewissen geredet. Gore forderte einen stärkeren Einsatz gegen den globalen Klimawandel, U2-Sänger Bono verlangte von den führenden Industriestaaten mehr Engagement im Kampf gegen die Armut in der Welt. Der zweite Tag des Treffens von rund 2500 Vertretern aus Regierung, Wirtschaft und Forschung in Davos war der Bekämpfung von Klimawandel und Armut gewidmet.

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Die globale Erwärmung habe sich nach jüngsten Erkenntnissen beschleunigt, sagte der ehemalige US-Vizepräsident Gore. «Wir könnten die ganze Sitzung damit verbringen, nur über die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse der letzten Wochen und Monate zu reden», sagte Gore. Die gesamte menschliche Zivilisation sei in Gefahr, warnte Gore. Daher bedürfe es einer weltweiten Anstrengung im Kampf gegen die globale Erwärmung.

Bono erinnert Kanzlerin Merkel an ihre Versprechen

Bono, der die Bühne mit Gore teilte, forderte die Industriestaaten der G8 auf, ihre Zusagen für Hilfszahlungen an die ärmsten Länder einzuhalten. Auf dem Gipfeltreffen im schottischen Gleneagle hätten die Staatschefs jährlich 50 Milliarden Dollar zugesagt, aber nur die Hälfte davon sei gezahlt worden, sagte Bono. «Das ist ein Skandal.»

Bundeskanzlerin Angela Merkel habe ihm allerdings versprochen, Druck bei den übrigen G8 Staaten zu machen. Das sei couragiert, besonders angesichts der Tatsache, dass Deutschland vier Prozent seiner Wirtschaftsleistung für die Folgen der Wiedervereinigung aufwende, sagte Bono. Der Musiker lobte aber auch die bislang erzielten Fortschritte im Kampf gegen die weltweite Armut: «Es gibt jetzt zwei Millionen Afrikaner, die Aids-Medikamente bekommen und das ist ziemlich erstaunlich. 46 Millionen Moskitonetze, das ist ein toller Anfang». Auch der französische Präsident Nicolas Sarkozy habe ihm für den Kampf gegen die Armut weitere Unterstützung zugesagt, sagte Bono.

Auf einer anderen Veranstaltung kündigte der pakistanische Präsident Pervez Musharraf an, dass er sein Land in drei Schritten stabilisieren wolle. Als erstes solle es Mitte Februar eine freie und faire Wahl geben, dann solle das Wirtschaftswachstum angekurbelt werden und schließlich der Kampf gegen Terroristen und Extremisten fortgesetzt werden. «Das wird sogar Auswirkungen auf Europas Straßen haben», sagte Musharraf. Seine Regierung habe bereits große Fortschritte erzielt, er bitte aber darum, nicht an «westlichen und unrealistischen Vorstellungen von Demokratie und Menschenrechten» gemessen zu werden, sagte Musharraf. (AP)

 
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