Gesetz gegen Online-Kasinos kostet USA Geld
21. Dez 2007 22:41, ergänzt 22:43
 |  Gutes Glücksspiel, schlechtes Glückspiel: Viele Hände strecken sich nach dem lukrativen Gewinn | Foto: dpa |
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21 Millionen Dollar Strafzölle darf ein Karibikstaat den Amerikanern auferlegen, weil diese das Glücksspiel im Internet gesetzlich erschweren. Damit entstehen vielen Anbietern des boomenden Marktes Nachteile.
Der Karibikstaat Antigua und Barbuda darf den USA wegen der Gesetzgebung zu Online-Kasinos Strafzölle auferlegen. Das entschied ein Schiedsgericht der Welthandelsorganisation (WTO) am Freitag in Genf. Insgesamt dürfen die USA jährlich mit Sanktionen in Höhe von 21 Millionen Dollar (15 Millionen Euro) belegt werden, wie es in der Entscheidung hieß. Der Karibikstaat hatte jedoch insgesamt 3,4 Milliarden Dollar (2,4 Milliarden Euro) gefordert. Das Urteil ist nicht mehr anfechtbar.
Die WTO hatte ein US-Gesetz gegen Glücksspielbetreiber im Internet zuvor wiederholt für rechtswidrig erklärt. Demnach stellen die gesetzlichen Bestimmungen der USA eine ungerechte Benachteiligung dar. Die USA hatten Banken verboten, Zahlungen von Online-Kasinos mit dem Ausland abzuwickeln. Viele Anbieter des boomenden Marktes haben ihren Sitz in der Karibik. (AP)