Insgesamt belaufen sich die Kosten des Prestigeprojekts auf 3,4 Milliarden Euro. In EU-Kreisen ist man jetzt zuversichtlich, dass mit der Neuausschreibung auch die Blockade bei der Finanzierung gelöst werden kann. Das Thema steht beim Treffen der EU-Verkehrsminister nächste Woche in Brüssel auf der Tagesordnung.Die Pläne der Kommission, für Galileo auch Gelder aus völlig sachfremden Bereichen wie der Agrarförderung umzuschichten, lehnt Berlin aber weiterhin ab. Die Kommission argumentiert, die Agrarfördermittel seien ohnehin nicht in dem vorgesehenen Umfang gebraucht und könnten daher problemlos für das Satellitensystem genutzt werden. Die Deutschen halten dagegen, Galileo müsse durch echte Einsparungen gegenfinanziert werden.
Mit Galileo will die EU unabhängig vom US- Navigationssystem GPS werden. Die Zeit drängt: Soll der Fahrplan des Projekt eingehalten werden, muss eine Entscheidung noch in diesem Jahr fallen. Das prestigeträchtige Satellitensystem soll 2013 die Arbeit aufnehmen und dann GPS Konkurrenz machen. (nz/dpa/AP)