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Westerwelle nennt Post-Mindestlohn unanständig

25. Okt 2007 11:14
Guido Westerwelle sieht die Arbeitsplätze von Zustellern in Gefahr
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Die FDP sorgt sich um Jobs in der Post-Branche, sollte ein Mindestlohn eingeführt werden. Darüber ist sich die Koalition aber selbst nicht einig – auch wenn das Arbeitsminister Müntefering nicht wahr haben will.

In der Koalition gibt es weiter erhebliche Differenzen über die Einführung eines Mindestlohns für Briefzusteller. Bundesarbeitsminister Franz Müntefering (SPD) zeigte sich am Donnerstag im Bundestag weiter überzeugt, dass der Mindestlohn zum 1. Januar 2008 kommen wird.

Die Union widersprach aber sofort dem von Müntefering vorgelegten Zeitplan für die Beratungen. Nach den Worten des Arbeitsministers soll bereits Anfang November die Erweiterung des Entsendegesetzes im Bundestag abschließend beraten werden. Es wäre der erste Schritt für die Einführung des Post-Mindestlohns. Eine Sprecherin der Unionsfraktion sagte dazu der Nachrichtenagentur dpa: «Darüber gibt es noch keine Einigung.»

50.000 Jobs in Gefahr?

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Müntefering vertrat in der Debatte die Ansicht, dass die Vorgaben für eine Allgemeinverbindlichkeit des vom Post-Arbeitgeberverband und der Gewerkschaft Verdi vereinbarten Mindestlohns erfüllt seien. Unions-Arbeitsmarktexperte Ralf Brauksiepe (CDU/CSU) sprach von mehreren Punkten, die kritisch hinterfragt werden müssten. Darauf müsse die Bundesregierung eine Antwort geben. Dazu gehöre die Frage, ob die nötige 50-prozentige Tarifbindung gegeben sei. Das ist Voraussetzung für die Allgemeinverbindlichkeitserklärung.

FDP-Chef Guido Westerwelle warf der Koalition vor, mit dem Mindestlohn einen Monopolisten zu schützen - «und das ist unanständig», sagte er. Die Stellung der Deutschen Post werde zementiert und die Konkurrenz ausgeschaltet. Verschwiegen werde zudem, dass 50.000 Arbeitsplätze bei den Postkonkurrenten gefährdet seien, meinte Westerwelle. (dpa)

 
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