Steinmeier auf Schmusekurs zu Stromkonzernen
«Preiserhöhungen haben ihre betriebswirtschaftliche Begründung», sagte Steinmeier am Dienstag auf dem zweiten Kongress der Energie Baden-Württemberg (EnBW) in Berlin. Doch die «Art und Weise des zur Schau gestellten Selbstbewusstseins» hätten den Erfolg der gemeinsamen Bemühungen in Brüssel «nicht unbedingt verbessert». Er forderte mehr Disziplin. Marktführer Eon will die Strompreise zum Jahreswechsel um bis zu 9,9 Prozent erhöhen. Konkurrent RWE plant für zwei Regionalgesellschaften eine Strompreiserhöhung um durchschnittlich 6,6 Prozent.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte auf dem Mittelstandstag der Industrie, die Regierung sei der Industrie dankbar, dass diese konstruktiv auf die Herausforderung des Klimawandels reagiere. Der Klimaschutz eröffne Deutschland auch immense Exportchancen. Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Jürgen Thumann, hält das Ziel, den Kohlendioxid-Ausstoß bis 2020 um 30 Prozent zu reduzieren, für ehrgeizig, aber möglich. Eine Senkung der Emissionen um 40 Prozent bis 2020 halte er ohne Kernenergie aber «für wirtschaftlich unverantwortlich», sagte Thumann. (dpa)

