netzeitung.deEU will Atomkraftwerke sicherer machen

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Der Brand im AKW Krümmel hat aich die EU-Kommission aufgeschreckt (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Der Brand im AKW Krümmel hat aich die EU-Kommission aufgeschreckt
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Eigentlich hält EU-Energiekommissar Piebalgs das Sicherheitsniveau in europäischen AKWs für gut. Aber die jüngsten Störfälle in Deutschland und Schweden haben auch ihm zu denken gegeben.

Die Atomaufsichtsbehörden in der Europäischen Union dringen auf Verbesserungen bei der Sicherheit von Atomkraftwerken. «Das Sicherheitsniveau ist nie hoch genug», sagte die tschechische Atomexpertin Dana Drabova am Freitag in Brüssel. «Es kann immer noch verbessert werden», sagte sie stellvertretend für eine Gruppe ranghoher Berater, die im Auftrag der EU-Kommission die Sicherheit von Atomkraftwerken und deren Abfall bewertet.

EU-Energiekommissar Andris Piebalgs sagte, die Information über Störfälle müsse verbessert werden. Das hätten die jüngsten Vorfälle in Atomkraftwerken in Deutschland und Schweden gezeigt. Sorgen macht sich der Kommissar nach eigenen Worten aber nicht: «Ich denke, dass das Sicherheitsniveau gut ist», sagte Piebalgs.

«Atomsicherheit betrifft jeden»
Der Kommissar räumte ein, dass zwei Entwürfe zu EU-Gesetzen über Atommüll und nukleare Sicherheit seit drei Jahren kaum vorankämen. «Leider liegen sie immer noch im Rat», sagte Piebalgs. Anders als solche Richtlinien könne die Gruppe ranghoher Berater, die im Juli gegründet wurde, keine verbindlichen Vorgaben machen.

Expertin Darbova hofft indes, dass sich die Aufsichtsbehörden auf gemeinsame Normen einigen und diese auf nationaler Ebene durchsetzen werden. «Auf technischer Ebene werden wir früher oder später Übereinstimmung erzielen», sagte die Expertin. Sie mahnte zugleich: «Jedes Land sollte ein Abfallbehandlungssystem haben.»

Kommissar Piebalgs warnte, die Länder mit Atomkraftwerken dürften die Frage des Atommülls nicht weiter hinausschieben. «Damit muss man sich jetzt befassen», verlangte der Kommissar. «Länder, die die Atomkraft ausbauen wollen, müssen diese Frage beantworten: politisch, aber auch technologisch.» Zwar entscheide jedes Land selbst über den Einsatz von Atomkraft: «Aber die Frage der Atomsicherheit und des Abfalls betrifft jeden.» (dpa)