netzeitung.deEnorme Schäden durch Wirtschaftskriminalität

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Betrugsskandal von Heros verursachte einen Schaden von einer halben Milliarde Euro (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Betrugsskandal von Heros verursachte einen Schaden von einer halben Milliarde Euro
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die in Deutschland registrierten Fälle von Wirtschaftskriminalität machen nur einen kleinen Teil der gesamten Straftaten aus. Der volkswirtschaftliche Schaden geht allerdings in die Milliarden.

In Deutschland hat die Wirtschaftskriminalität 2006 erneut zugenommen. Das Bundeskriminalamt registrierte im vergangenen Jahr 95.887 Fälle, wie die Behörde am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Die Zunahme um 7,5 Prozent sei der dritte Anstieg in Folge.

Zwar entspreche dies nur 1,5 Prozent aller polizeilich erfassten Straftaten, allerdings verursache Wirtschaftskriminalität einen erheblichen volkswirtschaftlichen und sozialen Schaden, hieß es weiter. Die Schadenssumme habe sich 2006 um 2,8 Prozent auf rund 4,3 Milliarden Euro erhöht. Damit entfielen 53 Prozent des gesamten Kriminalitätsschaden von rund 8,2 Milliarden Euro auf Wirtschaftsdelikte. Einen steilen Anstieg zeigten die Taten mit Hilfe des Internets: Sie verdoppelten sich auf 9700 Fälle.

Rückläufig war allerdings die Zahl der Tatverdächtigen, die um 9,9 Prozent auf 35.751 fiel. Laut BKA beeinflussten im vergangenen Jahr einzelne Großverfahren das statistische Bild, das ohnehin nur einen Ausschnitt des tatsächlichen Geschehens zeige. Dabei nannte die Behörde den Betrugsskandal bei dem Geldtransporteur Heros mit einem geschätzten Schaden von einer halben Milliarde Euro.

Für 2007 erwartet das BKA keine wesentlichen Veränderungen der Zahlen: Komplexität und Internationalität wirtschaftlicher Prozesse böten Kriminellen vielfältige Gelegenheiten, heißt es in dem Lagebericht des BKA. 2001 hatte die Statistik noch gut 110.000 Wirtschaftsdelikte mit einem Schaden von 6,8 Milliarden Euro ausgewiesen. (dpa/nz)