München bekommt seinen Transrapid
25.09.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Dabei sei der Transrapid keineswegs ein Prestigeobjekt Stoibers, sondern ein verkehrspolitisches und technologisches Leitprojekt von regionaler, nationaler und internationaler Bedeutung. «Nichtsdestotrotz wäre ohne den unermüdlichen Einsatz des bayerischen Ministerpräsidenten ein Durchbruch beim Transrapid nicht gelungen», sagte der CSU-Fraktionschef.
Kritik kam von der bayerischen SPD: Die veranschlagten Kosten von 1,85 Milliarden Euro seien ein politischer Preis, der nicht zu halten sein werde, sagte der stellvertretende SPD-Landesvorsitzende Thomas Beyer. Seit Wochen sei absehbar gewesen, dass ein «Scheinvertrag» geschlossen werden solle. Die große Mehrheit der Bayern lehne den Transrapid aber ab - Stoiber und Huber sei das jedoch egal. Sie wollten den Transrapid unbedingt als «Abschiedsgeschenk» für den scheidenden Ministerpräsidenten.
Der umstrittene Bau der Magnetschwebebahn zwischen dem Münchner Flughafen und der Innenstadt mit einer Länge von 37 Kilometern soll 1,85 Milliarden Euro kosten. In der Vergangenheit hatte es Unstimmigkeiten über die Finanzierung geben. Lange war über eine Finanzierungslücke von 165 Millionen Euro gestritten worden, die weder Bund noch Land oder Industrie und Bahn bezahlen wollten. In der vergangenen Woche hatte Stoiber aber bereits mitgeteilt, dass die Lücke in den Verhandlungen bis auf 50 Millionen Euro geschlossen worden sei. (dpa)

