netzeitung.deIndustrie lockt mit Transrapid zum Festpreis

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Erwin Huber will den Transrapid im Freistaat fahren sehen - nur zahlen will er dafür nicht (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Erwin Huber will den Transrapid im Freistaat fahren sehen - nur zahlen will er dafür nicht
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Dass der errechnete Kostenrahmen für den Transrapid in München eingehalten wird, glaubt niemand mehr. Um sich nicht an den Baukosten beteiligen zu müssen, wollen die Hersteller andere Wege gehen.

Zur Vermeidung einer Kostenexplosion beim geplanten Münchner Transrapid ist die Industrie nach Angaben des bayerischen Wirtschaftsministeriums bereit, einen Festpreis zu vereinbaren. Das teilte die Behörde am Dienstag nach Gesprächen von Wirtschaftsminister Erwin Huber (CSU) mit dem Transrapid-Konsortium mit. Die Rahmenbedingungen müssten noch festgelegt werden. Die Gespräche würden fortgesetzt.

Damit wäre Huber im Ringen um die Finanzierung der umstrittenen Magnetschwebebahn vom Münchner Hauptbahnhof zum Flughafen ein Stück vorangekommen. Die bisherige Schätzung der Gesamtkosten auf 1,85 Milliarden Euro stammt aus dem Jahr 2004 und gilt allgemein als überholt. Experten schätzen, dass die geplante Summe um mehr bis zu einer Milliarde Euro überschritten werden wird.

Bayern will nicht mehr zahlen
Nach bisheriger Berechnung klafft beim Transrapid noch eine Finanzierungslücke von 165 Millionen – damit die veraltete Kostenrechnung gedeckt würde. Huber hofft, dass die Bahn ihren bislang eingeplanten Anteil von 185 Millionen Euro aufstockt. Der Bund könnte als Obergrenze 925 Millionen Euro zuschießen, Bayern 475 Millionen.

Eine höhere Beteiligung des Freistaats an den Transrapid-Kosten hatte Huber abgelehnt. Er führt seit vergangener Woche intensive Gespräche mit der Bahn und der Industrie. Das Konsortium, hinter dem die Konzerne Siemens und ThyssenKrupp stehen, will sich nicht direkt an Bau oder Betrieb des Projekts beteiligen. (nz/dpa)