Greenspan wirft Bush Verschwendung vor
Greenspan, der zwei Jahrzehnte an der Spitze der Fed stand, beklagt, dass Bush niemals gewillt gewesen sei, Ausgaben in Grenzen zu halten oder sein Veto gegen Gesetze einzulegen, die die USA immer tiefer in die Verschuldung getrieben hätten. Gleichzeitig habe der Kongress gegen finanzpolitische Regeln verstoßen, dass Steuererleichterungen durch ausgewogene Ausgabenkürzungen ausgeglichen werden müssten.
Die Republikaner hätten die Teilwahlen zum Abgeordnetenhaus und zum Senat im vergangen Jahr zu Recht verloren, folgert Greenspan: »Sie haben Prinzipien gegen Macht eingetauscht. Sie haben beides nicht bekommen. Sie verdienten zu verlieren.« Dagegen lobt der heute 81-Jährige Bush dafür, dass er die Unabhängigkeit der Notenbank gegen politischen Druck erhalten habe.
George W. Bush sei dagegen mehr von seiner Ideologie und dem Bestreben, seine Wahlversprechen aus dem Jahr 2000 einzulösen, getrieben worden, so der Ex-Notenbankchef. Dabei habe er sich nicht um die Auswirkungen seiner Wirtschaftspolitik gekümmert. Die Bush-Regierung sei »unfähig« gewesen, Politik umzusetzen.

