Ekelfleisch ab Sommer leicht zu erkennen12. Sep 2007 14:05, ergänzt 16:27  |  Ihre Arbeit dürfte durch den Schritt der EU auch nicht leichter werden | Foto: dpa |
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Seit langem fordern Kritiker, Schlachtabfälle einzufärben, damit sie nicht in Wurst oder Döner landen. Die EU will das jetzt erlauben – aber nur, wenn die Ware nicht über die Grenze geschafft wird.
Zum Schutz der Verbraucher kann Ekelfleisch von Mitte 2008 an in Deutschland eingefärbt werden. Die EU-Staaten billigten am Mittwoch einen entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission. Einfärben wird vom 1. Juli 2008 an aber nur auf nationaler Ebene erlaubt. Beim Warenverkehr zwischen den Mitgliedsstaaten soll dann eine verschärfte Kennzeichnungspflicht greifen. In Deutschland hatten Politik und Agrarwirtschaft nach dem jüngsten Gammelfleisch-Skandal in Bayern gefordert, minderwertige Ware und Abfälle einfärben zu können.
Nach dem Vorschlag der Kommission gelten dann für Fleisch und Abfälle, die nicht in die Lebensmittelkette kommen sollen, drei Kategorien. Kadaver und Fleisch am Knochen, das beispielsweise den BSE-Erreger tragen kann, sollen mit einem schwarzen Etikett gekennzeichnet oder in schwarzen Behältern transportiert werden. Fleisch, dessen Verfallsdatum abgelaufen ist, müsse entsprechend gelb markiert werden. Grün soll für Fleisch gelten, das zwar für den Verzehr geeignet ist, aber dennoch nicht in den Handel kommen soll. (dpa)
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