Steinbrück verteidigt gekürzte Pendlerpauschale
Die Kürzung folge zudem dem Vorbild anderer Staaten und sei auch ein «nennenswerter Beitrag zu Konsolidierung des Haushalts», sagte der Sprecher. Die Linksfraktion beschloss am Montag einen Antrag an den Bundestag, in dem die Bundesregierung angesichts der Zweifel des Bundesfinanzhofs aufgefordert wird, die Kürzung sofort zurückzunehmen. Fraktionschef Gregor Gysi erklärte: «Wenn das höchste deutsche Finanzgericht erhebliche verfassungsrechtliche Zweifel an der obskuren 20-Kilometer-Regelung hat, darf nicht erst bis zum Karlsruher Urteilsspruch gewartet werden, wenn die Finanz- und Steuerpolitik der Koalition noch ernst genommen werden soll.»
Fachleute von Bund und Ländern prüfen diese Woche eine Detailregelung, nämlich ob es Arbeitnehmern weiterhin gestattet werden soll, sich beim Finanzamt auf ihrer Lohnsteuerkarte als Freibetrag die Pauschale für die volle Entfernung zur Arbeitsstätte eintragen zu lassen. Dies könne man sich «durchaus vorstellen», sagte Albig. Doch sei dies aus seiner Sicht mit einem hohem Risiko verbunden, weil die Reform eben nicht rückgängig gemacht werde und der Steuerpflichtige dann später die zu viel einbehaltene Steuer nachzahlen müsse. (AP)

