FDP will gegen Ex-Bankenvorstand vorgehen
02.08.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Koppelin beantragt in dem Schreiben dringend eine Sondersitzung des Aufsichtsgremiums. Außerdem müsse geklärt werden, «ob strafrechtliche Schritte gegen den bisherigen Vorstand der IKB eingeleitet werden müssen». Bankchef Stefan Ortseifen musste wegen der Krise zurücktreten.
Die KfW will unterdessen in Kürze über das weitere Vorgehen beraten. Bei einem Treffen wolle das für Kreditbeschlüsse zuständige Zuteilungsgremium, dem Mitglieder aus Vorstand und Verwaltungsrat angehören, über Details der Rettungsaktion für die Düsseldorfer Mittelstandsbank beraten, hieß es am Donnerstag aus Teilnehmerkreisen. Ob Steinbrück, der Chef des KfW-Verwaltungsrates ist, persönlich daran teilnimmt, war offen.
Zusätzlich zur Bürgschaft haben sich nach Informationen der «Welt» die Interessenverbände der Branche auf ein Hilfspaket in Höhe von 3,5 Milliarden Euro geeinigt. 500 Millionen Euro davon sollen die privaten Banken übernehmen, weitere 500 Millionen Euro auf die Mitglieder des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) und des Bundesverbandes der Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) verteilt werden. Den Rest übernehme die KfW.
Auch die Sparkassen wollen sich der Stützungsaktion für die durch die US-Immobilienkrise angeschlagene IKB nicht verweigern. Eine feste Zusage gibt es aber noch nicht. «Wir haben großes Interesse an der Stabilität des deutschen Finanzplatzes», sagte der Sprecher des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Stefan Marotzke. Zuvor hatten bereits die Privatbanken ihre Hilfe zugesagt. (dpa/AP)

