19. Jul 2007 16:22
Vergammeltes Fleich, verunreinigtes Gemüse, Mogelpackungen: Viele Lebensmittelbetriebe nehmen es vor allem mit der Hygiene nicht so genau.
Dem Jahresbericht der Lebensmittelüberwachung 2006 zufolge war die Zahl der Betriebe, die den Kontrolleuren negativ aufgefallen waren, mit 138.000 so hoch wie seit fünf Jahren nicht mehr. Die Kontrolleure beanstandeten mehr als jede siebte Lebensmittelprobe. Mit mehr als einem Fünftel zählten Fleischwaren prozentual zu den am häufigsten bemängelten Lebensmitteln, gefolgt von Süßwaren und Alkohol außer Wein.
Bei den Verstößen handelte es sich bei fast der Hälfte um falsche Kennzeichnung. Bei gut einem Viertel der Beanstandungen handelte es sich um Verunreinigungen, sprich verdorbene Ware, Krankheiten auslösende Keime oder Pflanzenschutzmittel. Der Anteil der Mängel durch mikrobiologische Verunreinigungen nahm bei Fleisch und Milch deutlich zu, bei Obst stieg der Anteil der Verstöße durch Schimmelpilzgifte, Pflanzenschutzmittel oder Acrylamid. Das Bundesamt will verstärkt über Pflanzenschutzmittelrückstände in Obst und Gemüse informieren und stellt dazu vom 31. August an eine Übersicht ins Internet.