03. Jul 2007 10:02
Eine Weltbank-Studie über Umweltverschmutzung in China wird keine Zahlen zu vorzeitigen Todesfällen enthalten. Offenbar ließ Peking die Daten entfernen - aus Angst vor Unruhen.
Dem Zeitungsbericht zufolge baten die staatliche chinesische Umweltschutzbehörde Sepa und das Gesundheitsministerium die Weltbank, diese Informationen aus dem Bericht zu streichen, da Peking fürchtet, solche Daten könnten «soziale Unruhen» auslösen. Die «FT» zitierte aus dem Forschungsteam, die Regierung in Peking habe ihnen erklärt, diese Informationen – zu denen auch eine Karte zählt, auf der man genau sehen kann, welche Landesteile von den Todesfällen am stärksten betroffen ist – seien zu sensibel.Der Bericht entstand bei der Weltbank in Zusammenarbeit mit chinesischen Ministerien. Ein pensionierter Sepa-Mitarbeiter, der an der Forschung beteiligt war, sagte der Zeitung zufolge, es sei Material aus der Studie entfernt worden, da möglicherweise die angewandte Methodik sei unsicher. Er sagte aber auch, solche Informationen über vorzeitige Todesfälle könnten «Missverständnisse hervorrufen».