02. Jul 2007 20:52
Das Wirtschaftsministerium hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung von der Konjunkturprognose ausgeschlossen. Das DIW will sich gegen die Entscheidung wehren.
Nach Angaben des Ministeriums wurden das Münchner Ifo-Institut mit der Konjunkturforschungsstelle Zürich, das Institut für Weltwirtschaft (IfW) der Uni Kiel, das Institut für Konjunkturforschung Halle mit dem Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung Wien sowie das Rheinisch Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) Essen ausgewählt.Das DIW kündigte an, sich gegen diese Entscheidung zur Wehr zu setzen. Die für die Gemeinschaftsdiagnose zuständige Konjunkturabteilung des Instituts sei in den vergangenen Jahren umfangreich und erfolgreich zu einer Abteilung mit hohen
wissenschaftlichen Standards umgebaut worden, betonte das DIW. Ziel der vom Wissenschaftsrat und der Leibniz-Gemeinschaft in den vergangenen Jahren angestoßenen Evaluation der Forschungsinstitute sei eine bessere wissenschaftliche Unterfütterung der wirtschaftspolitischen Beratung gewesen.
«Das Aussortieren zweier erfolgreich evaluierter Leibniz-Institute - das DIW Berlin war gemeinsam mit dem renommierten Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung, ZEW, angetreten - ist ein klarer Rückschlag für diese Bemühungen», hieß es in der Erklärung. (dpa)