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DIW darf keine Konjunkturprognose mehr stellen

02. Jul 2007 20:52
DIW-Chef Klaus Zimmermann
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Das Wirtschaftsministerium hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung von der Konjunkturprognose ausgeschlossen. Das DIW will sich gegen die Entscheidung wehren.

Das DIW Berlin wird von Herbst 2007 an nicht mehr zu den Instituten gehören, die für die Bundesregierung eine Konjunkturprognose erstellen. Das Bundeswirtschaftsministerium schließe das DIW künftig aus, teilte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) am Montag mit. «Das DIW Berlin sieht hierin seine Befürchtung bestätigt, dass die aus linken keynesianischen Kreisen geführte Kampagne gegen den Reformprozess am Institut die Vergabeentscheidung des BMWi beeinflusst hat», hieß es. Das Ministerium bestätigte am Abend die Entscheidung. Vorausgegangen sei eine Ausschreibung. Für die kommenden drei Jahre habe man sich für die Gemeinschaftsdiagnose zur Konjunkturentwicklung für vier andere Institute entschieden.

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Nach Angaben des Ministeriums wurden das Münchner Ifo-Institut mit der Konjunkturforschungsstelle Zürich, das Institut für Weltwirtschaft (IfW) der Uni Kiel, das Institut für Konjunkturforschung Halle mit dem Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung Wien sowie das Rheinisch Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) Essen ausgewählt.

Das DIW kündigte an, sich gegen diese Entscheidung zur Wehr zu setzen. Die für die Gemeinschaftsdiagnose zuständige Konjunkturabteilung des Instituts sei in den vergangenen Jahren umfangreich und erfolgreich zu einer Abteilung mit hohen
wissenschaftlichen Standards umgebaut worden, betonte das DIW. Ziel der vom Wissenschaftsrat und der Leibniz-Gemeinschaft in den vergangenen Jahren angestoßenen Evaluation der Forschungsinstitute sei eine bessere wissenschaftliche Unterfütterung der wirtschaftspolitischen Beratung gewesen.

«Das Aussortieren zweier erfolgreich evaluierter Leibniz-Institute - das DIW Berlin war gemeinsam mit dem renommierten Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung, ZEW, angetreten - ist ein klarer Rückschlag für diese Bemühungen», hieß es in der Erklärung. (dpa)

 
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