netzeitung.deBund macht wegen Boom weniger Schulden

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Die Schuldenuhr des Bundes der Steuerzahler läuft dank des Aufschwungs langsamer. (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Die Schuldenuhr des Bundes der Steuerzahler läuft dank des Aufschwungs langsamer.
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Die Steuereinnahmen fließen und fließen - da muss der Bund gar nicht mehr so viele Schuldverschreibungen ausgeben wie zuvor geplant.

Dank unerwartet hoher Einnahmen wird der Bund im dritten Quartal weniger Schulden machen als geplant. Von Juli bis September will er den Investoren am Finanzmarkt Anleihen über insgesamt 54 Milliarden Euro verkaufen, wie die mit dem Schuldenmanagement des Bundes beauftragte Finanzagentur am Montag mitteilte. Ursprünglich wollte sich der Bund drei Milliarden Euro mehr leihen.

Damit entlastet der Wirtschaftsboom die Staatskasse noch kräftiger als ohnehin geplant; die Steuereinnahmen sprudeln wie nie zuvor. Allein der Bund nahm in den ersten fünf Monaten 84,2 Milliarden Euro ein - fast ein Fünftel mehr als im gleichen Zeitraum 2006. Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) hatte ein Plus von von 8,2 Prozent angesetzt.

In den vergangenen Jahren riss die lahmende Konjunktur große Löcher in die Staatskasse. Deshalb hatte der Bund wiederholt mit einer höheren Kreditaufnahme überrascht.

Die am Kapitalmarkt geplanten Emissionen kürzt der Bund um drei auf 36 Milliarden Euro. Dies soll den Angaben zufolge ausschließlich bei den langfristigen Anleihen erfolgen: Bei drei von sechs Papieren sinkt das Emissionsvolumen um jeweils eine Milliarde Euro.

Bund kürzt bei Hälfte der Kapitalmarkt-Anleihen
Änderungen könnten sich der Finanzagentur zufolge je nach Finanzierungsbedarf und Liquiditätslage des Bundes sowie nach Marktlage ergeben. (Reuters)