25.06.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Kauflaune unter den Deutschen steigt
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Der durch Politik und Unternehmen verbreitete Optimismus sorgt auch für gute Stimmung unter den Verbrauchern. Auch die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt trägt zum guten Laune bei.
Die Kauflaune der Verbraucher in Deutschland ist erneut gestiegen. Das von der Gesellschaft für Konsumforschung (GFK) ermittelte so genannte Konsumklima stieg im Juli unerwartet deutlich auf 8,4 von revidiert 7,4 Punkten im Juni, wie die GFK am Montag mitteilte. Die Deutschen glauben weiter an einen länger anhaltenden Aufschwung und sind deshalb zunehmend zu größeren Anschaffungen bereit, hieß es.
Insgesamt ist das Fundament für die Konsumstimmung in Deutschland aus Sicht von GFK-Chef Klaus Wübbenhorst derzeit so solide wie seit langer Zeit nicht mehr: «Psychologie und Tatsachen führen dazu, dass sich die Konsumstimmung weiter verbessert.» Neben dem weit verbreiteten Optimismus in der Politik, bei Experten und Unternehmen stütze vor allem auch die gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt als harter Fakt die Konsumstimmung nachhaltig, betonte Wübbenhorst.
Gestärktes SelbstbewusstseinMehr Beschäftigung und tendenziell steigende Löhne wirkten positiv auf die Stimmung. Auch die Aufholjagd Deutschlands vom Wachstumsschlusslicht in Europa zur Lokomotive führe zu einem gestärkten Selbstbewusstsein und unterstütze die Konsumlust, meinte Wübbenhorst.
Die Kaufbereitschaft der 2000 befragten Verbraucher stieg zum vierten Mal in Folge. Mit 9,1 Punkten hielt sich der Teilindikator im Juni deutlich über dem langjährigen Durchschnittswert von null Zählern. «Die Mehrwertsteuerdelle gehört damit offensichtlich endgültig der Vergangenheit an», schrieben die GfK-Experten.
Deutsche rechnen mit mehr GeldDas Vertrauen in einen weiter robusten Aufschwung blieb fast ungebrochen. Mit 69,0 Zählern hielt sich der Indikator für die Konjunkturerwartungen nur um einen halben Punkt unter seinem Rekordhoch vom Mai. Gründe für den Optimismus seien vor allem der deutliche Rückgang der Arbeitslosigkeit und die positive Entwicklung an den Aktienmärkten.
Zum ersten Mal seit fünf Monaten stiegen auch die Einkommenserwartungen: Die Diskussion um die Beitragserhöhung für die Pflegeversicherung könnte sich negativ ausgewirkt haben, hieß es. Der Teilindikator sank auf 28,7 von 33,6 Punkten. In den vergangenen sechs Jahren war er aber nur im April und Mai 2007 besser ausgefallen. (dpa/Reuters)