Stromkonzerne treten Zerschlagung entgegen
Die geplante nord-westeuropäische Plattform «NWE MPP», an der auch Ministerien, Netz- und Regulierungsbehörden, Netzbetreiber sowie Energieverbände mitgewirkt haben, soll nach dpa-Informationen zum 1. Januar 2009 starten. Ziel ist es, die Strommärkte in den fünf Ländern besser zu verzahnen, den täglichen und kurzfristigen Stromhandel zu erleichtern und Kapazitätsengpässe an den jeweiligen Verbindungen zwischen den nationalen Netzen zu vermeiden.
Stromunternehmen decken sich heute in der Regel für ein bis zwei Jahre mit Strommengen ein. Um aber auch unmittelbaren Bedarf zu decken, kaufen sie Strom kurzfristig an der Börse zu von einem auf den nächsten Tag oder auch innerhalb eines Tages oder erwerben diesen Strom im bilateralen Handel. In Deutschland ist die Leipziger Strombörse EEX in diesem Handel tätig. An Kupplungs- oder Verbindungsstellen der jeweiligen nationalen Netze ins Ausland werden entsprechende Leitungskapazitäten versteigert. Hier gibt es bisher Engpässe.
Als ein wichtiger Schritt bei der angestrebten besseren Verzahnung der Stromnetze werden die Einführung eines gemeinsamen Versteigerungsbüros sowie harmonisierte Handelsregeln genannt. Die Absichtserklärung beinhaltet nach dpa-Informationen auch Maßnahmen, um die Versorgungssicherheit in dem gemeinsamen Gebiet zu erhöhen, etwa über ein angemessenes Vorhersagesystem oder Pläne für regionale Lieferkapazitäten. (dpa)

