Müntefering zweifelt am Sinn des G8-Gipfels
31.05.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) verteidigte den G8-Gipfel zugleich gegen den Vorwurf, überflüssig zu sein. «Wo auch immer auf der Erde solche Gespräche stattfinden, sie sind es wert angesichts der krassen Ungerechtigkeit, in der die Globalisierung bisher verläuft», sagte sie der hannoverschen «Neuen Presse».
Beim Klimaschutz müssten die G8-Staaten vorangehen, sonst würden Entwicklungs- und Schwellenländer nicht zu eigenen Initiativen bereit sein, sagte Wieczorek-Zeul der «Passauer Neuen Presse». «Alle müssen ihre Hausaufgaben machen. Das heißt: Drastische CO2- Reduktion, Ausbau erneuerbarer Energien und mehr Energieeffizienz.»
Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, Rudolf Seiters, forderte die Industrienationen dazu auf, sich ihrer Verantwortung «für viele vergessene Regionen dieser Welt» bewusst zu sein. Die G8- Regierungen sollten die Forderungen der Globalisierungskritiker ernst nehmen, sagte er der Oldenburger «Nordwest-Zeitung». «Selbst wenn sie ihre Anliegen massiv vortragen, haben sie Anspruch darauf, dass sich die Politik mit ihnen intensiv auseinander setzt.» (dpa)

