30. Mai 2007 13:36
Unter den Deutschen nimmt die Skepsis gegenüber den Folgen der Globalisierung zu. Dabei sorgen sich die Bundesbürger vor allem um ihre Arbeitsplätze.
Unter den Bundesbürgern breitet sich zunehmend Misstrauen gegenüber den Auswirkungen der Globalisierung aus. Bei einer am Mittwoch veröffentlichten Forsa-Umfrage für den «Stern» gaben fast 35 Prozent der Befragten an, dass die internationale Verflechtung der Wirtschaft ihnen mehr Nachteile als Vorteile bringe. Im Januar 2000 waren es bei einer identischen Umfrage nur 19 Prozent. Allerdings sehen rund 40 Prozent der Befragten - darunter vor allem die Jüngeren - mehr Vor- als Nachteile.
Die gestiegene Skepsis zeigt sich auch in den Antworten auf die Frage, was den Deutschen zum Begriff «Globalisierung» einfällt: Im Januar 2000 verbanden sie damit vor allem angenehme Dinge wie ein reichhaltigeres Angebot an Waren oder neue Job-Chancen. Inzwischen sagen zwei von drei Bürgern (67 Prozent), Globalisierung bedeute vor allem, dass die Kluft zwischen Armen und Reichen größer werde. Außerdem fürchten etwa 45 Prozent der Deutschen, dass die Globalisierung verstärkt Ausländer ins Land bringt. Vor sieben Jahren waren es nur 33 Prozent. Auch die Angst, dass durch die Globalisierung verstärkt Arbeitsplätze abgebaut werden, ist deutlich größer als vor sieben Jahren.
Einmütig lehnen die Bundesbürger der Umfrage zufolge die Übernahme deutscher Unternehmen von ausländischen Konzernen ab: 81 Prozent meinen, dies sei für Deutschland eher schlecht, nur neun Prozent können darin etwas Gutes erkennen. Forsa befragte am 23. und 24. Mai 2007 1005 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger. (AP)