Netzeitung Logo

 
DruckenVersenden
 

Weltbank sieht noch mehr Wachstum in China

30. Mai 2007 08:57
Wegen des Smogs ist hier nur wenig von Peking zu sehen
Bild vergrößern
Zwar ist es eine große Herausforderung, die seit Jahren boomende chinesische Wirtschaft auszubalancieren. Aber die Gefahr einer Überhitzung sieht die Weltbank nicht.

Die chinesische Wirtschaft wird im laufenden Jahr nach Einschätzung der Weltbank noch stärker zulegen als bislang prognostiziert. Die Weltbank erhöhte ihre Wachstumsaussichten für die Volksrepublik von 9,6 Prozent auf 10,4 Prozent. Das teilte die Organisation am Mittwoch in Washington mit. Die Wachstumsaussichten seien insgesamt gut. Aus makroökonomischer Perspektive erscheine die Wirtschaft nicht überhitzt.

Nachfrage und Angebot erhöhten sich in etwa im Einklang miteinander, stellte die Weltbank fest. Größte Herausforderung sei es dennoch, die Wirtschaft auszubalancieren. 2006 legte die chinesische Wirtschaft um 10,7 Prozent zu. Das Bruttoinlandsprodukt betrug 2,1 Billionen Euro. Zum Vergleich: Deutschland erwirtschaftete im vergangenen Jahr ein Bruttoinlandsprodukt von 2,3 Billionen und lag damit hinter den USA und Japan auf dem dritten Platz.

Massive Umweltprobleme

Mehr in der Netzeitung:
Die chinesische Wirtschaft boomt seit Jahren. In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres wuchs die Wirtschaft angetrieben von einer starken Binnennachfrage erneut um 11,1 Prozent. «Der private Verbrauch hat deutlich angezogen, der Einzelhandelsumsatz stieg in den ersten drei Monaten um 15 Prozent», hieß es in einer Analyse der Allianz Dresdner Economic Research vom Mai 2007.

Das Wachstum schaffe allerdings auch ökologische Probleme, warnen die Experten. Wasser- und Luftverschmutzung seien in dem bevölkerungsreichsten Land der Erde die größten Umweltprobleme. Nach zwei Jahrzehnten rasanten industriellen Wachstums gehören chinesische Städte zu den Metropolen mit der größten Smog-Belastung.

Millionen ohne Trinkwasser

Nach offiziellen Angaben sind zudem alle größeren Flüsse in gefährlichem Ausmaß verschmutzt. Millionen Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Die Regierung ist zwar nach eigenen Angaben bereit, in den Kampf gegen den Klimawandel zu investieren. Es fehlten allerdings Geld und Technologie, um die Emission von Treibhausgasen signifikant zu senken, heißt es in Peking.

In den kommenden fünf Jahren soll der Ausstoß von Emissionen um vier Prozent jährlich reduziert werden. An erster Stelle sieht die Regierung jedoch weiterhin das Wirtschaftswachstum, erst an zweiter Stelle steht laut einem im April veröffentlichten Bericht die Reduzierung von Treibhausgasen. (dpa/AP)

 
Drucken
VersendenSocial Bookmark Mister Wong Yigg Google del.icio.us Oneview Webnews
 
Zu weiteren Bildergalerien
Zu weiteren Bildergalerien
 
Wirtschaftssysteme rund um den Globus: 
Die Varianten des Kapitalismus
Erwartungen an den Weltfinanzgipfel: 
Große Runde, kleiner gemeinsamer Nenner
Live Top 5
netzeitung.de auf Ihrer iGoogle-Seite
Sie müssen JavaScript aktiviert und Flash 8 installiert haben, um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.
Immobiliensuche
Immobilien
immonet
Aus anderen Ressorts

Geschäftsführer: Dr. Robert Daubner | Chefredakteurin: Domenika Ahlrichs | Impressum | Datenschutz
NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
Alle Rechte © 2008 NZ Netzeitung GmbH
 
Vermarktung: DZH Online Media Sales Group GmbH
 
IT & Security by Procado
 
[ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.