24.05.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Die Ruinen des WTC nach den Anschlägen
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Sechs Jahre nach den Anschlägen ist der Weg für einen Neubau auf dem Gelände des früheren World Trade Center frei. Die Versicherung einigte sich mit den letzten Klägern über einen Schadenersatz.
Nach jahrelangem Tauziehen ist der Streit um die Versicherung für die Zerstörung des World Trade Centers in New York beigelegt. Die Kläger einigten sich am Mittwoch mit sieben Versicherungsgesellschaften auf weitere Zahlungen von zwei Milliarden Dollar. Insgesamt 2,55 Milliarden Dollar wurden bereits überwiesen. Damit sei sechs Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September der Weg für eine Neubebauung frei, sagte Gouverneur Eliot Spitzer.
Die Vereinbarung bedeutet, dass mehrere noch offene Gerichtsverfahren eingestellt werden können. Der Immobilieninvestor Larry Silverstein, der die Zwillingstürme nur wenige Wochen vor ihrer Zerstörung gemietet hatte, erhielt zunächst eine Versicherungszahlung von 3,5 Milliarden Dollar zugesprochen. Er machte aber höhere Zahlungen mit dem Argument geltend, dass es sich nicht um einen, sondern um zwei Anschläge gehandelt habe. Der Klage schloss sich später die Port Authority als Eigentümerin des Geländes an.
Beide wollen dort ingesamt fünf Bürotürme bauen, darunter den 540 Meter hohen Freedom Tower. Zu den beteiligten Versicherungsgesellschaften gehören unter anderen die Swiss Reinsurance, die Allianz Global Risks U.S. Insurance und die Zurich American Insurance. Silverstein dankte Gouverneur Spitzer für seine Vermittlung und sagte, der Wiederaufbau werden nun nicht mehr an den Finanzen scheitern. Allianz-Mitarbeiter Andreas Shell sprach von einem der schwierigsten Versicherungsfälle der Geschichte und fügte hinzu: «Wir freuen uns, das alles jetzt hinter uns zu lassen.» (AP)