Union hat kein Konzept für Kita-Finanzen
18.04.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Auch die Unionsfraktion wolle zu einem bedarfsgerechten Angebot an Betreuungsplätzen und Tagesmütternetzen kommen. «Man muss sich aber die Zeit nehmen, um die Familienleistungen insgesamt zu überprüfen und darüber hinaus zu klären, wer gegebenenfalls welche Kosten übernimmt», sagte die CDU-Politikerin.
Darum dürfte es auch bei den anstehenden Verhandlungen zwischen von der Leyen und Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) gehen. Dabei befürwortet die CDU-Familienpolitikerin eine möglichst sparsame Lösung: «Wir müssen verantwortlich mit dem Geld umgehen und können nicht nur oben draufpacken.» Von der Leyen hat sich bislang gegen Umschichtungen im Haushalt und für zusätzliche Steuermittel für den Krippenausbau ausgesprochen.
Bei der Überprüfung der Ausgaben für die Kinderbetreuung muss nach Falks Ansicht auch geklärt werden, «was kommt welchen Familien zugute». Dabei dürften nicht nur die berufstätigen Frauen im Blick sein, «sondern das ganze Spektrum von Vollerwerb bis zur häuslichen Kinderbetreuung». Es müsse eine «ausgewogene Lösung» für die verschiedenen Lebenssituationen geben.
Um solche neuen Modelle zu erarbeiten, hat die Unionsfraktion ein Gutachten in Auftrag gegeben, dessen Ergebnisse aber erst in Monaten vorliegen werden. Sie sollen in das neue Finanzierungskonzept der Unionsfraktion einfließen. (dpa)

