IWF hält Abschwung in USA für verkraftbar
05.04.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Auf der anderen Seite betreffe der aktuelle Abschwung der US-Wirtschaft nicht sämtliche Wirtschaftszweige: die Immobilienwirtschaft und das Verarbeitende Gewerbe. Außerdem hätten sich die wirtschaftlichen Verbindungen und Abhängigkeiten von anderen Ländern zu den USA gelockert. Ein Rückgang des US-Wachstums um einen Prozentpunkt habe beispielsweise in Lateinamerika nur ein Minus von 0,2 Prozentpunkten zur Folge. Die Verringerung des Wachstums in anderen Ländern sei «generell bedeutend geringer als in den USA selbst».
Ganz leugnen will der IWF-Bericht die Gefahr einer weltweiten Rezession allerdings nicht. Die Baisse am Immobilienmarkt in den USA könnte durchaus tief greifender sein als bislang angenommen. Außerdem würden die USA noch immer das Herz des globalen Weltfinanzsystems bilden. Außerdem seien die USA die größte Volkswirtschaft der Welt wie nachhaltig der Aufschwung in Europa ist, müsse sich noch zeigen. Schließlich würden die fünf wichtigsten Schwellenländer gemessen an der Einkaufskraft inzwischen einen Anteil von 25 Prozent am weltweiten Bruttosozialprodukt haben. Deren Rolle im Welthandel sei jedoch bescheiden.

