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«Flug wird für Normalbürger unerschwinglich»

07. Mrz 2007 11:25
Ohne Flugzeug kaum zu erreichen: Traumstrand auf den Malediven
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Tourismus und Klimaschutz schließen sich für Wirtschaftsminister Glos nicht aus. Die FDP warnt dagegen auf Netzeitung.de, dass sich nur noch Reiche einen «Menschheitstraum» erfüllen können.

Für Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) sind Tourismus und Klimaschutz kein Widerspruch. Die Branche könne deswegen und auch wegen der anziehenden Konjunktur zuversichtlich sein, sagte der Minister am Mittwoch bei einem Rundgang über die Berliner Reisemesse ITB, die am Vorabend offiziell eröffnet worden war. Die Schau steht in diesem Jahr unter den Vorzeichen der Klimadebatte. Knapp 11.000 Aussteller aus 184 Ländern präsentieren sich in diesem Jahr. Bis zum Freitag sind die Messenhallen nur für Fachbesucher geöffnet, das breite Publikum wird erst am Wochenende eingelassen.

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Für die FDP hat die Bundesregierung der Tourismusbranche indes durch «Populismus und Widersprüchlichkeit» geschadet: die Branche sei durch Äußerungen verschiedener Koalitionspolitiker «in ein falsches Licht gerückt» worden, rügte der fachpolitische Sprecher der Liberalen im Bundestag, Ernst Burgbacher, im Gespräch mit Netzeitung.de. Er forderte Union und SPD auf, ein «schlüssiges Gesamtkonzept vorzulegen, das die Belange der Tourismusbranche und des Klimaschutzes gleichermaßen berücksichtigt».

FDP will Träume erfüllen

Warnt vor Bevormundung durch die Politik: Ernst Burgbacher Foto: FDP
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Für Burgbacher ist und bleibt das Reisen um den Globus ein «Menschheitstraum». Daher warnte er davor, das künftig «nur eine kleine Zahl von Privilegierten in den Genuss einer Fernreise kommt, während eine Flugreise für den Normalbürger unerschwinglich wird». Hintergrund sind Forderungen aus der Politik, den Flugverkehr mit in den Emissionshandel einzubeziehen oder Kerosin wie andere Treibstoffe auch zu besteuern.

Dass auch der Flugverkehr seinen Beitrag zum Klimaschutz leiste, ist für Burgbacher «eine Selbstverständlichkeit». Statt Steuern zu erheben plädiert er aber – wie die Luftfahrtbranche – dafür, zunächst Innovationspotenziale zu nutzen und «klimaschädliche Fehlsteuerungen wie das Fliegen von Warteschleifen» zu beenden – was auf den massiver Ausbau vor allem der Großflughäfen hinauslaufen würde.

Hintergrund:
«Allein dadurch könnte der Schadstoffausstoß zwischen acht und zwölf Prozent verringert werden», rechnete der FDP-Politiker, der auch Parlamentarischer Geschäftsführer seiner Partei ist, vor. Solche Ansätze seien Erfolg versprechender als «eine Bevormundung der Reisenden durch die Politik».
 
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