netzeitung.deEU könnte bei Wachstum an USA vorbeiziehen

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Chemie-Standort in Deutschland (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Chemie-Standort in Deutschland
Foto: dpa
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Die EU-Kommission hat ihre Konjunkturprognosen für die europäischen Länder angehoben. Das Wachstum in Europa könnte im laufenden Jahr kräftiger ausfallen das der USA.

Die europäische Wirtschaft könnte in diesem Jahr stärker zulegen als die US-Wirtschaft. Während die EU-Kommission für Europa von einem Wachstum von 2,7 Prozent ausgeht, soll das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der USA nur um 2,5 Prozent zulegen. Das sagte EU-Währungskommissar Joaquin Almunia am Freitag in Brüssel vorher. Allerdings dürfte das Wachstum in den 13 Ländern der Eurozone allein mit 2,4 Prozent leicht unter dem der USA liegen.

Die EU-Kommission hob ihre letzten Prognosen vom Herbst für die Eurozone und die gesamte Europäische Union um je 0,3 Prozentpunkte an. Das stetige Wachstum sei bemerkenswert, da die Konjunktur in den USA nachlasse und die Energiepreise weiter hoch seien, sagte Almunia. 2006 legte das BIP in der Eurozone um 2,7 nach 1,4 Prozent in 2005 zu. In der EU lag der Zuwachs bei 2,9 Prozent nach 1,7 Prozent im Vorjahreszeitraum. Das sei der stärkste Anstieg seit dem Jahr 2000.

Unsicherheit bleibt
Die Wirkung der Mehrwertsteuererhöhung in Deutschland zum Jahresbeginn um drei Prozentpunkte auf Preise und Wachstum nannte Almunia zunächst begrenzt. «Dennoch bleibt die Ungewissheit hoch», warnte er. «In der ersten Hälfte 2007 könnte in Deutschland ein schwächeres Wachstum folgen.» Die Prognose für das deutsche BIP in diesem Jahr hob die Kommission von 1,2 auf 1,8 Prozent an.

Für die Vorhersage stützte sich die Brüsseler Behörde auf Daten aus Deutschland, den Niederlanden, Frankreich, Spanien und Italien aus dem Raum mit der gemeinsamen Währung Euro. Zudem flossen Angaben aus Großbritanniens und Polens in die Berechnungen ein. Die sieben Staaten erwirtschaften zusammen etwa vier Fünftel des EU-BIP. (nz)