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Jugendschutz bei PC-Spielen wird verschärft

13. Feb 2007 12:33
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Familienministerin von der Leyen will Kinder und Jugendliche besser vor extrem gewalthaltigen Computerspielen schützen. Die Schwarzen Schafe der Branche sollen mit Testkäufen überführt werden.

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) will die Schwelle für ein Verbot von gewalttätigen Computerspielen deutlich senken. Künftig sollen nicht nur gewaltverherrlichende, sondern auch «extrem gewaltbeherrschte» PC-Spiele, Videos, DVDs oder auch Bücher für Kinder und Jugendliche verboten sein, kündigte die Ministerin am Dienstag in Berlin an. Sie gehe davon aus, dass die nötigen Änderungen am Jugendschutzgesetz noch in diesem Jahr verabschiedet werden können.

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Daneben sollen die Kriterien für die Indizierung über die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien erweitert werden, so von der Leyen. So sollen auch Computerspiele auf den Index kommen, in denen Gewaltanwendung «belohnt» werde, etwa durch das Erreichen der nächsten Spielebene. Auch die Rechtfertigung von Selbstjustiz sowie «detaillierte Mord- und Metzelszenen seien ein Grund für eine Indizierung.

Die Alterskennzeichen auf Spielen und Filmen sollen nach den Plänen der Ministerin künftig ähnlich wie auf Zigarettenschachteln deutlich sichtbarer gemacht werden. Bisher bedürfe es «eines detektivischen Spürsinns», die Altersfreigabe zu entdecken, kritisierte von der Leyen. Die Hinweise könnten gar nicht groß genug sein. Außerdem sollen die Kassensysteme umgerüstet werden, so dass Verkäufer per Signalton oder -zeichen auf jugendschutzrechtliche Abgabeverbote aufmerksam gemacht werden. Um die Schwarzen Schafe der Branche zu entdecken, sollen außerdem Testkäufe durch Jugendliche erfolgen.

Der nordrhein-westfälische Familienminister Armin Laschet (CDU) sagte, Eltern bräuchten dringend mehr Information: «Sie verstehen zum Teil gar nicht mehr, was die Kinder da spielen.» Daher müssten bundesweit Servicestellen für Eltern eingerichtet werden, forderte er. Laschet ist mit seinem Ministerium federführend unter den Ländern für die «Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle» (USK) zuständig, die verantwortliche Stelle in Deutschland für die Alterskennzeichnung von Computer- und Videospielen.

Laschet erklärte, er rechne bei den geplanten Gesetzesänderungen nicht mit Widerstand aus den Ländern. Diese seien sich einig, dass der Jugendmedienschutz verbessert werden müsse. (epd)

 
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