netzeitung.deDer Arbeitskreis Steuerschätzungen

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Zwei Mal im Jahr kommt der so genannte Arbeitskreis Steuerschätzungen zusammen, um die Einnahmen der Öffentlichen Hand zu prognostizieren. Auf der Prognose fußen die Haushalte von Bund, Ländern und Gemeinden.

Im Arbeitskreis «Steuerschätzungen» sitzen Experten von Bund und Ländern, kommunalen Spitzenverbänden, Wirtschaftsweisen, Forschungsinstituten, Bundesbank und Statistischem Bundesamt. Zwei Mal im Jahr prognostizieren die Steuerschätzer die Steuereinnahmen für die Öffentliche Hand. Ihre jeweiligen Vorhersagen sind die Grundlage für die Haushalte von Bund, Ländern und Kommunen. Der Arbeitskreis besteht seit 1955.

Bei der so genannten großen Steuerschätzung im Mai werden auf Basis von Wirtschaftsprognosen die Einkünfte von Bund, Ländern und Gemeinden für das jeweilige Folgejahr prognostiziert. Zudem werden mögliche Einnahmen – von der Lotteriesteuer bis zu den großen Posten der Lohn- und
Umsatzsteuern – jeweils für den Zeitraum der fünfjährigen Finanzplanung einzeln ermittelt.

Die kleinere Schätzung im November ist etwa zu der Zeit, in der auch der Bundeshaushalt für das Folgejahr im Bundestag verabschiedet werden soll. Im Herbst werden jeweils die erhofften Steuereinnahmen nur für das laufende und das kommende Jahr ermittelt. (nz/dpa)