Steuer-Plus summiert sich auf 23 Milliarden
02.11.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Unmittelbar danach will Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Vizekanzler Franz Müntefering, Finanzminister Peer Steinbrück (beide SPD) und mit Vertretern der Koalitionsfraktionen über die Verteilung des Geldes beraten. Nach dem Willen Merkels soll ein Teil davon zur Entlastung von Wirtschaft und Verbrauchern bei den Sozialabgaben genutzt werden.
Merkel und auch der CSU-Vorsitzende Edmund Stoiber wollen die Mehreinnahmen unter anderem dazu nutzen, die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung stärker als bisher geplant zu senken: Derzeit ist eine Reduzierung von 6,5 auf 4,5 Prozent vorgesehen. Schon die Überschüsse der Bundesagentur für Arbeit (BA) ermöglichten eine Senkung des Beitrags im kommenden Jahr auf vier Prozent, sagte der Arbeitgebervertreter in der BA, Peter Clever, dem Boulevard-Blatt. Dank der Steuermehreinnahmen könnte der Beitragssatz noch stärker gesenkt werden.
Auch Sachsens Regierungschef Georg Milbradt (CDU) machte sich für eine weitere Konsolidierung des Bundeshaushalts stark. «Die Reduktion der Schulden hat Vorrang vor Mehrausgaben», sagte Milbradt dem Blatt. «Der Bundeshaushalt ist nach wie vor knapp über der Verfassungswidrigkeit. Deshalb hat die Konsolidierung absolute Priorität.» (nz)

