Landowsky weist Vorwürfe zurück
«Nach damaligen Unterlagen stehe ich zu meiner Zukunftsprognose. Ein Gutachten ließ erwarten, dass die Erträge die Kosten decken, dass gute Gewinne entstehen, an denen die Bank beteiligt wird», gab sich der Politiker überzeugt. Den zusammengebrochenen Konzern als unerfahrenen Sanierer abzutun, sei nicht sachgerecht. Im Gegenteil: Das Aubis-Konzept sei schlüssig und tragfähig gewesen. «Wir hatten den Eindruck, die waren professionell.» Aubis war einst mit der Sanierung von Plattenbauten in Ostdeutschland befasst.
Landowsky war seinerzeit auch Fraktionsvorsitzender im Berliner Abgeordnetenhaus und soll Parteispenden von Aubis in Höhe von 40.000 DM in bar bekommen haben. Nachdem Aubis zusammengebrochen war, musste die Berlin Hyp den gewährten Kredit teilweise abschreiben.
Landowsky kam als letzter der Angeklagten zu Wort. Sein Verteidiger Wolfgang Müllenbrock geht davon aus, dass die Plädoyers noch in diesem Monat vorgetragen werden. Die Vorwürfe entbehren ihm zufolge «jeglicher Grundlage und sind völlig absurd». Die übrigen Angeklagten wiesen die Vorwürfe soweit sie sich geäußert haben ebenfalls zurück. Der Prozess wird am Freitag fortgesetzt.
Um die Bankgesellschaft vor dem Zusammenbruch zu schützen, musste das Land mit einer Kapitalspritze und milliardenschweren Risikoabschirmungen einschreiten. Über den Bankenskandal war 2001 die Große Koalition in der Hauptstadt geplatzt. Die CDU sitzt seither auf der Oppositionsbank. (nz)

